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BBs cholerisches Vermächtnis

Brigitte Bardot ärgert sich über die geplante Hollywood-Verfilmung ihres Lebens. Und über vieles mehr.

Von Oliver Meiler Aus der sinnlichen Ikone der befreienden 60er-Jahre ist eine bissige, betagte und etwas bittere Dame geworden. Brigitte Bardot, der Welt auch als BB bekannt, bald 76 Jahre alt, wohnhaft in Saint-Tropez, sagt immer offen und laut, was sie von den Menschen hält. Und das ist in der Regel nicht viel. Mehr hält sie von Tieren, von allen Arten von geschundenen und ausgesetzten Tieren, zumal von pelzigen, die ihr Fell für Mäntel und Hüte lassen müssen. Den Tieren hat BB den zweiten Teil ihres Lebens gewidmet, und zwar mit dem Schwung einer militanten Aktivistin und mit eigener Stiftung. «Ich bin doch nicht tot» Wenn sie sich nun gerade wieder schrecklich ärgern muss, dann hat das mit einer Kunde aus Hollywood zu tun. Dort wollen sie nämlich einen Film über ihr Leben drehen. Der Regisseur Kyle Newman würde die Hauptrolle gerne mit seiner Lebenspartnerin Jamie King besetzen – einer jungen Dame, deren Gesichtszüge tatsächlich eine gewisse Ähnlichkeit mit jenen der Französin aufweisen: vor allem die Mundpartie. Doch das passt Brigitte Bardot nicht. «Ein Film über mich? Aber ich bin doch nicht tot», sagte sie, «die sollen sich hüten, ohne mein Einverständnis zu drehen.» Und, mit einer Spitze Arroganz: «Es gibt keine Schauspielerin, die meine Rolle spielen könnte.» Natürlich kann sie sich schlecht gegen ein solches Projekt wehren. Wenn Newman diesen Film machen will, dann darf er das, selbst zu Lebzeiten der Legende. Er muss sich einfach auf einen Sturm aus Saint-Tropez gefasst machen. Unlängst spielte die französische Nachwuchsschauspielerin Laetitia Casta den kurzen Part von BB im Film über den Liedermacher Serge Gainsbourg: «Gainsbourg, vie héroique». Voraus gingen offenbar endlose Telefonate der beiden, in denen das Original dem Double mehr Anweisungen gab als der Regisseur. Als man Bardot dann später fragte, was sie von der Leistung von Casta halte, sagte die, sie habe sich den Film gar nicht angesehen. Carla Brunis Tasche Für dicke Schlagzeilen sorgte kürzlich auch ihr öffentlicher Ärger über die Première Dame, Carla Bruni, die Frau von Staatspräsident Nicolas Sarkozy. Bardot hatte ihr ein Geschenk zukommen lassen eine Handtasche aus ihrer eigenen Kollektion unter dem Luxuslabel Lancel. Auf dem Begleitkärtchen bekundete sie der Adressatin ihre ganze Bewunderung, da diese ja auch auf das Tragen von Pelzen verzichtet habe, und bat, sie möge ihrem Herrn Gemahl ausrichten, er habe sich in seiner nunmehr dreijährigen Amtszeit noch immer nicht an seine vielen Versprechen in Sachen Tierschutz gehalten. Ausserdem sei es endlich an der Zeit, dass Frankreich die Stierkämpfe verbiete. Nun, Carla Bruni dankte nie für die Tasche. Worauf ihr Brigitte Bardot die Bewunderung schnell wieder aufkündigte: «Sie ist so schön, wie sie unhöflich ist», sagte sie. Kleine Hässlichkeiten unter Schönheiten, aktuellen und leicht verblassenden. BB, das Original, auf einem undatierten Bild. Foto:Sam Lévi (EPA, Keystone) Jamie King soll die Rolle von BB übernehmen. Foto: Getty Images

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