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Bauer Stierli hat Angst um seine Tiere

Bereits zum zweiten Mal ist Bruno Stierli aus Bäretswil das Weidezaungerät gestohlen worden.

Von Annette Saloma-Huber Bäretswil – «Nicht schon wieder!», hat Bruno Stierli gedacht, als an einem frühen Samstagmorgen Anfang Juli ein Bekannter anrief und sagte, dass seine Schafe aus ihrem Gehege ausgebrochen seien und überall herumliefen. Diebe hatten das Weidezaungerät gestohlen, das den Zaun unter Strom setzt. Schon letztes Jahr ist dem Bauarbeiter aus Kleinbäretswil, der nebenbei Schafzucht und Milchkuhhaltung betreibt, ein Weidezaungerät gestohlen worden. «Zuerst dachte ich, es sei ein dummer Bubenstreich», sagt Stierli. Da er es aber nicht auf der Wiese fand, glaubt er, dass die Diebe ein Geschäft machen wollen. Denn das Gerät, das auch Viehhüter genannt wird, wird mit Solarzellen betrieben und ist teuer. Ein solcher Apparat kostet gegen 1000 Franken. Für Stierli doppelt hart: Die Versicherung übernimmt bei diesen Diebstählen nur einen kleinen Teil des Schadens. Wer einen solchen Viehhüter klaue, wisse gar nicht, was er damit anrichten könne, sagt Stierli. Gleich neben seiner Schafweide führt eine Hauptstrasse durch. «Ich darf nicht daran denken, was passieren könnte, wenn die Schafe auf die Strasse laufen.» Zudem würden die Schafe ihren Kopf durch die Maschen des Zauns stecken, wenn sie feststellten, dass ihnen kein Stromschlag mehr drohte. Dort würden sie grasen. Sie könnten aber an der Ohrenmarke oder dem Glöcklein hängen bleiben, wenn sie den Kopf zurück durch den Zaun ziehen wollten. «Wenn das passiert, werden die Schafe nervös und verheddern sich noch mehr im Maschenzaun. Das kann zu einem qualvollen Tod führen», sagt Stierli. So weit kam es glücklicherweise nicht. Anzeige erstattet Auf dem Polizeiposten in Bauma hat Bruno Stierli Anzeige erstattet. Zudem hat er seinen Zaun wieder mit einem neuen Weidezaungerät versehen und lässt jetzt Ziegen grasen. Der neue Viehhüter ist diesmal kein teures Exemplar mehr, das über Solarstrom betrieben, sondern eines mit Trockenbatterien. «Auf die Schnelle konnte ich keinen anderen Viehhüter auftreiben», sagt Stierli. Er hat aber Angst, dass auch dieses Geräte wieder wegkommen könnte. Darum hat er es an einem weniger zugänglichen Ort montiert. «Einen wirklich sicheren Schutz gegen Diebstahl gibt es leider nicht», sagt Stierli. «Mir bleibt nur die Hoffnung, dass es nicht noch einmal passiert.» Bruno Stierli verzichtet momentan darauf, teure, solarbetriebene Viehhüter zu verwenden. Foto: Seraina Boner

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