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Bauboom hält an: Millionen in Infrastruktur

Der Bauboom in Grindelwald hält an: Nach unzähligen Chalets, die in den vergangenen Jahren gebaut wurden, geht es nun im Tiefbau weiter. Etliche Strassen-, Wasser- und Abwasserleitungen werden modernisiert.

Einbahnverkehr unterhalb vom Bahnhof. Zurzeit werden im Dorfzentrum die Rohre (r.) für das Holzwärmewerk verlegt, das gebaut wird. Vielerorts werden gleichzeitig die Wasserleitungen saniert.
Einbahnverkehr unterhalb vom Bahnhof. Zurzeit werden im Dorfzentrum die Rohre (r.) für das Holzwärmewerk verlegt, das gebaut wird. Vielerorts werden gleichzeitig die Wasserleitungen saniert.
Fritz Lehmann

Das Dorfzentrum von Grindelwald ist eine grosse Baustelle: Tiefe Gräben fressen sich durch die Hauptstrasse, der Verkehr verläuft – wenn überhaupt – nur noch im Schritttempo. Derzeit werden die Rohre des Holzwärmewerks verlegt, gleichzeitig saniert die Gemeinde etliche Wasser- und Abwasserrohre.

Und auch in den nächsten Jahren wird auf diversen Strassen mit Behinderungen zu rechnen sein. Der gestern vorgestellte Voranschlag sieht folgende Baustellen vor:

Die Sanierung der Strasse hinter dem Hotel Blümlisalp, die sich in den vergangenen Jahren massiv gesenkt hat. Geschätzter Kostenpunkt: eine halbe Million Franken.

Der Terrassenweg von der Ofni bis zum Naturfreundehaus. Seit diesem Sommer ist dieser nur noch über das Klusi erreichbar. Der Weg via Gaggi-Säge ist gesperrt. Der Betrag hierfür beläuft sich gemäss Voranschlag auf 765'000 Franken (2009/2010). Die Korrektion Itramenstrasse für 300'000 Franken.

Positiver Voranschlag 2010

Insgesamt werden 2010 für die Gemeindestrassen 1,6 Millionen Franken ausgegeben, die ganzen steuerfinanzierten Investitionen der Gemeinde im nächsten Jahr werden mit 3 Millionen Franken beziffert. Trotzdem sieht der Voranschlag 2010 einen Überschuss von rund 41'000 Franken vor bei einem Aufwand von 24,7 Millionen Franken.

28 Millionen investieren

Finanzverwalter Michael Wyss gab zu bedenken, «dass im positiven erfreulichen Voranschlag 2010 auch die Senkung des Steuerfusses von 1,94 auf 1,79 Einheiten enthalten ist».

Unverändert im kommenden Jahr bleiben Feuerwehrersatzabgabe, Hundetaxe, Abfallgebühr und die verschiedenen Abwassergebühren. Gemäss Finanzplan 2009–2014 investiert die Gemeinde fast 28 Millionen Franken. Einer der grösseren Posten sind die Gemeindestrassen (8,1 Millionen Franken).

2010 wird die Gemeindeverwaltung am Sandigenstutz auf den neusten Stand gebracht für 525000 Franken. Ebenfalls werden viele gemeindeeigene Liegenschaften an das Holzwärmewerk angeschlossen. Die Sanierung der spezialfinanzierten Wasserleitungen schlägt mit gut einer Million zu Buche, die Abwasserentsorgung kostet 1,67 Millionen Franken.

Abstimmung für Schulhaus

Ein grösserer Posten in den nächsten Jahren sind die Erweiterung und die Sanierung der Schulanlage Graben. Die Fachplaneraufträge wurden eben vergeben, um bis im nächsten Jahr den genauen Kredit ermitteln zu können.

«Wir rechnen damit, dass über dieses Vorhaben an einer Urnenabstimmung entschieden wird», sagte Gemeindeschreiber Herbert Zurbrügg gestern. Denn der Kredit für den Bau wird voraussichtlich 2 Millionen Franken überschreiten, und das Vorhaben kommt deshalb an die Urne.

Die Schulanlage ist rund 50 Jahre alt und sowohl energetisch als auch von der Raumaufteilung her nicht mehr auf dem neusten Stand. Zudem wird die Kochschule an der Spillstatt in die Schulanlage Graben verlegt.

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