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Ausgeleuchtete Nacht der langen Messer

Während der sogenannten Nacht der langen Messer werden, so heisst es, letzte Strategien für die Bundesratswahl am kommenden Morgen ausgeheckt. Am Vorabend der gestrigen Wahl fanden die Parlamentarier allerdings kaum Zeit und Ort für solche Aktivitäten. Im Hotel Bellevue, dem traditionellen Treffpunkt, wurden sie auf Schritt und Tritt von Kameras und Mikrofonen begleitet. Auf der Suche nach Politikern und Geheimplänen stiessen Journalisten und Fotografen aber auch in anderen Berner Lokalen zusammen, und fast schien es, als wären vor allem Medienschaffende damit beschäftigt, an Strategien zu feilen. Zwar fanden spätabends tatsächlich noch Treffen zwischen Parteien statt. Doch die Szenarien waren im Grossen und Ganzen gegeben, die Politiker konnten ihre Konzentration getrost auf das Fussballspiel in Zürich lenken. Der Berner Politikwissenschafter Claude Longchamp nahm in seinem Blog am Vorabend Burkhalters Wahl vorweg. «Der dritte Wahlgang ist entscheidend», schrieb er. «Das ist der grosse Moment für die FDP: Wenn sie geschlossen auf Burkhalter setzt, ist er der Favorit für den Schlussgang, wenn nicht, steht Lüscher im Finale. Die FDP hat es also in der Hand, mit einer Stallorder den Blinker zu stellen», so Longchamp. Der Politologe hatte damit ebenso recht wie mit seiner Aussage, dass wenn Burkhalter im Schlussgang sei, dies Schwaller genau jene Stimmen kosten könne, die es ausmachten, wer Bundesrat wird. bw >

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