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Aufheben, nicht aufheben, aufheben?

Die Geschichte des Bahnüberganges Laubegg zwischen Boltigen und Zweisimmen ist eine spezielle: Vor rund vier Jahren wurden zwei Varianten für die zweite Ausbau-etappe Lee-Laubegg vorgeschlagen. Die billigere sah vor, die marode Laubegg-Brücke zu erneuern. Zugleich wäre der Bahnübergang lediglich versetzt, aber nicht aufgehoben worden. Variante zwei, für die sich der Kanton vor Jahresfrist entschied, sah ein neues Trassee mit einer neuen Brücke über die Simme und die Bahnlinie vor Grubenwald vor. Mit dem 9,5-Millionen- Vorhaben war das gefährliche Nadelöhr Brücke/Bahnübergang eliminiert – wie es die Korridorstudie Simmentalstrasse auch vorsah. Das Projekt machte aber die Verlegung der Strasse nötig. Die Pläne sahen vor, dass diese rund 400 Meter auf der rechten Seite der Simme durch den Wald führt. Für das von der Bergregion Obersimmental-Saanenland begrüsste Projekt mussten 4000 m2 Wald weichen. «Dank der positiven Stellungnahme des Bundesamtes für Umwelt können wir den Entscheid verantworten», liess sich Kreisoberingenieur Markus Wyss vor einem Jahr zitieren. Doch das Bundesamt für Umwelt (Bafu) spielte nicht mit. Am 26. Juni berichteten wir, dass der Bahnübergang Laubegg nicht aufgehoben, sprich die Variante mit neuem Trassee und neuer Brücke nicht gebaut wird. Baudirektorin Barbara Egger begründete den Rückzieher mit der fehlenden Rodungsbewilligung des Bafu. Diese würde nur erteilt, wenn zwingende Gründe für die Aufhebung des Bahnüberganges nachgewiesen werden könnten. Doch die gabs laut Egger nicht. Stattdessen wurde die Billigvariante aus der Schublade genommen: Bis 2012 soll die alte Brücke neu gebaut und «die Lage des Bahnübergangs optimiert» werden. Ungehalten reagierte Bergregion-Geschäftsführer Andreas Grünig auf den Bafu-Entscheid: «Die widersprüchlichen Signale, die das Amt aussendet, ärgern mich.» Mit der breit abgestützten Interpellation von Werner Luginbühl nimmt man sich der Angelegenheit nun erneut an.jss>

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