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Ansturm auf den Flughafen Nach dem Einchecken noch schnell zur Massage

Mit dem Ferienbeginn nimmt auch die Reiselust zu: Am Wochenende konnten sich die Angestellten des Zürcher Flughafens nicht über mangelnde Arbeit beklagen.Auch das im November eröffnete Airport Fitness spürt den Ferienbeginn: Kurzfristige Anmeldungen für Sauna und Massagen haben zugenommen.

Take-off in der Ruhe-Oase Von Alexander Lanner Kloten – Das Check-In ist absolviert, die Koffer bei der Gepäckabgabe abgegeben: Was macht man nun mit der verbleibenden Zeit bis zum Abflug? Während sich einige Fluggäste so schnell wie möglich in den Duty-Free-Bereich stürzen und auf eine ausgedehnte Shopping-Tour begeben, wollen andere noch am heimischen Flughafen in Ferienstimmung kommen. Hierfür gibt es seit letztem November das Airport Fitness. Auf 2000 Quadratmetern kann man sich dem Stress, der anderswo auf dem Flughafen herrscht, entziehen. «Wir haben an diesem Wochenende gemerkt, dass einige Besucher spontan bei uns vorbeigekommen sind, um kurz vor dem Abflug noch Entspannung zu suchen», bestätigt Natalie Müller vom Airport Fitness. Massage statt Training Vor allem Anfragen wegen Massagen gingen ein, so Müller weiter. Wer ein halbe Stunde oder sogar eine ganze Stunde Zeit habe, konnte sich einer klassische Teilkörpermassage oder einer Aromamassage unterziehen. Auch hätten einige Passagiere Eintritte für die Wellnesslandschaft gekauft und sich so noch schnell ein oder zwei Saunagänge vor dem Abflug gegönnt. Aber auch für Angebote aus dem Kosmetikbereich oder für Gesichtsbehandlungen hätten sich die Fluggäste interessiert. Weit weniger als die entspannenden Angebote im Wellnessbereich waren die Fitnessangebote gefragt. «Für ein intensives Training an den Geräten sei die Zeit dann doch für viele zu knapp bemessen gewesen», sagte Müller. Von Nathalie Guinand (Fotos) und Alexander Lanner (Text) Kloten – Im Kanton Zürich – einem der letzten der 26 Schweizer Kantone – haben am Wochenende die Sommerferien begonnen. Für einige der rund 268 000 Kindergärtler und Schüler bedeutet dies: ab zum Flughafen, rein ins Flugzeug, auf zu Sonne, Meer und Sandstrand. Der Ansturm auf den Flughafen Kloten war an diesem Wochenende entsprechend gross. «Am Samstag haben wir 79 700 Passagiere am Flughafen registriert», rechnet Martin Horn vom Mediendienst des Flughafens vor. Damit sei man sehr nahe an den erwarteten 80 000 Fluggästen, die im Sommer an Spitzentagen in Kloten abfliegen oder ankommen. Der gestrige Sonntag sei ähnlich gut verlaufen. Zu Zwischenfällen sei es glücklicherweise nicht gekommen, sagt Horn weiter. Technische Probleme mussten keine verzeichnet werden. Klebrige Etiketten Etwas Mühe bereitet den Fluggästen noch immer das «Quick-Check-in». Obwohl es schon vor knapp einem Jahr eingeführt wurde, haben sich noch nicht alle Passagiere an das neue, selbstständige Einchecken gewöhnt. «Viele finden in ihren Unterlagen die 13-stellige E-Ticket-Nummer nicht», erklärt ein Angestellter, der für die Betreuung der Passagiere am Self-Check-in-Automaten zuständig ist. Auch wie man den Pass genau unter das Lesegerät halten muss, sei nicht allen sofort klar. Trotzdem bräuchten immer weniger Personen die Unterstützung des Flughafenpersonals. Nicht so eine vierköpfige Familie aus Frauenfeld, die ihren Namen nicht in der Zeitung lesen wollte. «Dort steht doch ‹Gepäckabgabe› angeschrieben», sagt der Sohn. «Ja, aber wir müssen zuerst am Automaten einchecken», erwidert seine Schwester genervt. Die beiden Teenager sticheln noch ein wenig, dann schreitet der Vater zur Tat. Das Self-Check-in ist ein Novum für ihn. Aber: In weniger als 8 Minuten hat er für alle vier am Automaten eingecheckt und so seine Feuertaufe erfolgreich bestanden. Lieber wäre ihm aber gewesen, wenn ihn ein Mensch und keine Maschine bedient hätte. Das Abkämpfen mit den klebrigen Gepäcketiketten wäre dann auch entfallen. Ihr Flug geht nach Lissabon. Abflug ist in zwei Stunden. Die nächsten beiden Wochen werden sie während einer Rundreise die Sonne Portugals geniessen. Notpassbüro im Stress Kein ruhiges Wochenende haben die Beamten des Notpassbüros erlebt. Rund 100 Ausweise mussten sie ausstellen. Laut Cornelia Schuoler, Sprecherin der Kantonspolizei Zürich, sind dies drei- bis viermal so viele wie an normalen Wochenenden. Als Hauptgrund gaben die Fluggäste an, dass sie ihren Reisepass zu Hause vergessen hätten. Auch sei oft übersehen worden, dass das Ablaufdatum bereits überschritten war. Zudem hatten einige statt des Reisepasses nur die Identitätskarte dabei, welche aber für die Einreise ins Ferienland nicht genüge. Und zu guter Letzt seien auch noch Eltern im Notpassbüro erschienen, die für ihr Kleinkind den ersten Pass überhaupt beantragen mussten. Am Wochenende hiess es am Flughafen für Tausende: Schalter suchen, Hund verabschieden und sich ans Quick-Check-in wagen.

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