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Andreas Michel ersetzt Hans Michel

Nach einem dreimonatigen Interregnum wählten die Mitglieder von Haslital Tourismus Andreas Michel zu ihrem neuen Präsidenten. Er tritt an die Stelle des im Dezember letzten Jahres verstorbenen Brienzer Grossrats Hans Michel.

Eigentlich hätte die ordentliche Generalversammlung Vizepräsident Andreas Michel vor drei Monaten zum Präsidenten erküren sollen. Doch kurz vorher traf beim Vorstand ein Brief ein, in dem die Gemeindepräsidenten der Region dessen Arbeit kritisierten. Dies bewog den CEO und Verwaltungsratspräsidenten der Michel-Gruppe (mit der Privatklinik Meiringen), seine Wahl auszusetzen, ohne jedoch seine Kandidatur zurückzuziehen (wir haben berichtet). Ohne Diskussion Nun hat ihn im zweiten Anlauf die ausserordentliche Versammlung diskussionslos und mit grossem Mehr zum Präsidenten gewählt. Dies nachdem Michel der Versammlung versichert hatte, klärende Gespräche mit den Gemeinden hätten gezeigt, dass diese mit den strategischen Überlegungen des Tourismus-Vorstandes weitgehend einverstanden seien. In eigener Kompetenz hatte der Vorstand zuvor Monika Wehren, die seit Mitte Mai als Interimspräsidentin des Vereins amtierte, zu dessen Vizepräsidentin ernannt. Doppeljubiläum «Wir sind dankbar für die Unterstützung von Haslital Tourismus, mit der die Musikfestwoche Meiringen stets rechnen kann – und muss», sagte Hansruedi Hösli im Traktandum «Events im Haslital». Der Festwochenpräsident machte aber deutlich, dass «sein» zwar relativ kleines, aber qualitativ hochstehendes Festival – «Musiker, die bei uns in der Michaelskirche aufgetreten sind, wurden nach Luzern geholt» – umgekehrt auch der Region viel bringe. So seien die Künstlerinnen und Künstler immer wieder beeindruckt von der Art und Weise, wie sie hier aufgenommen würden, und dies teilten sie auch ihrem Umfeld mit – Mundpropaganda der besten Sorte. Die Planung der Festwoche 2010 sei bereits weit fortgeschritten, sagte Hansruedi Hösli. Unter dem Motto «Zeitlos» werde nächsten Sommer das Doppeljubiläum 50 Jahre Musikfestwoche und 10 Jahre Goldener Bogen gefeiert. Nils Glatthard wies die Versammlung auf das umfangreiche Eventprogramm des kommenden Jahres hin. «Mitte Juni werden hier die Spitzenradsportler zur Königsetappe der Tour de Suisse 2010 nach La Punt starten, und im Juli werden wiederum etwa 1500 Amateure in Meiringen zu ihrer Mehrpässefahrt aufbrechen, um das Alpenbrevet zu erkämpfen», sagte der Geschäftsleiter von Haslital Tourismus und fügte bei: «Beide Anlässe tragen dazu bei, Namen und Ruf unserer Region weit hinauszutragen.» Beide Grossevents – Festwoche und Tour-de-Suisse-Start – nahm der Wissenschaftler Hannes Rohner aus Murten in sein Referat zur Zukunft des Haslitals als Tourismusdestination auf. Richtung Innerschweiz Nachdem der in Brienz aufgewachsene Berner Professor für Zukunfts- und Innovationsforschung ausführlich den Wertewandel dargestellt hatte, den unsere Gesellschaft – «langsam, doch stetig» – in den letzten Jahrzehnten erlebt habe, ging er auf die Haslital-spezifischen Probleme ein. «Beim Planen der touristischen Zukunft gilt es beispielsweise die Tatsache zu berücksichtigen, dass die Feriendestination Oberhasli flächenmässig im Sommer gut doppelt so gross ist wie im Winter», sagte Hannes Rohner. Sollte die Region angebotsmässig erweitert werden, dann könnte und müsste dies nach Auffassung des Innovationsforschers in Richtung Innerschweiz geschehen. KWO ohne Link Erstaunt zeigte sich Hannes Rohner darüber, dass die Kraftwerke Oberhasli AG (KWO), die ihre Anlagen in den letzten Jahren immer mehr dem Tourismus erschlossen hat, nicht längst und eng mit Haslital Tourismus zusammenarbeitet: «Auf der KWO-Website fand ich keinen Link zur zuständigen Organisation, hier besteht Handlungsbedarf.»André Hug >

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