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Alte Schimpansen pröbeln mehr herum als junge Die Protonen am Cern rasen wieder durch den LHC Menschen nutzen das Feuer erst seit 400 000 Jahren

Nachrichten Zoologie Das Alter scheint Schimpansen experimentierfreudiger zu machen, zumindest beim Stochern nach Termiten. Erwachsene Tiere benutzen wesentlich mehr Werkzeug als jüngere, wie US-Forscher im Fachmagazin «Biology Letters» berichten. Die älteren Schimpansen experimentieren mit dem Werkzeug auch herum und setzen es für andere Aufgaben ein als die ursprünglich vorgesehenen. Jüngere Tiere hingegen verwenden nicht nur weniger Werkzeug zum Stochern, sondern wiederholen auch häufiger einzelne Arbeitsschritte, bis sie mit dem Ergebnis zufrieden sind. Die amerikanischen Zoologen Crickette Sanz und David Morgan werteten in ihrer Studie 130 Videoaufnahmen von Schimpansen aus. Diese waren zwischen 2003 und 2007 im Nouabalé-Ndoki-Nationalpark in Kongo-Brazzaville gemacht worden. Die Forscher entdeckten nun andere Unterschiede zwischen Jungtieren und Erwachsenen, als sie erwartet hatten. Die Jungtiere benutzten nicht etwa viel Werkzeug und verschiedene Techniken, bis sie mit der Zeit lernten, welches davon am besten funktionierte. Im Gegenteil: Sie setzten nur wenig Werkzeug ein. Die älteren Tiere hingegen nutzten nicht nur mehr verschiedene Instrumente, sie variierten gelegentlich auch ihre Angeltechnik. War zum Beispiel ein Kanal verstopft, drehten einige einfach ihr bürstenartiges Werkzeug um und benutzten das andere Ende, um die Blockierung freizubekommen.(SDA) Teilchenphysik Der Teilchenbeschleuniger LHC am Cern in Genf läuft wieder. Nach einer Winterpause sind am vergangenen Wochenende erstmals in diesem Jahr Atomkernstrahlen aufeinandergeprallt. Die Daten dieser Kollisionen sollen Einblick geben in ganz neue Sphären der Physik. Die Datenerhebung habe am Sonntagabend begonnen, wie das Cern gestern mitteilte. «Es hat gut angefangen, mit stabilen Protonenstrahlen», so Cern-Sprecher James Gillies. «Wir sind unserem Zeitplan nach der Winterpause sogar etwas voraus.» Der Beschleuniger soll nun bis Ende 2012 praktisch ohne Unterbruch laufen, mit einer Leistung von 3,5 Teravoltelektronenvolt (TEV) pro Strahl. Erst Ende 2012 – und nicht wie ursprünglich vorgesehen schon Ende 2011 – soll die zeitraubende Umstellung auf die volle Leistung von 7 TEV pro Strahl erfolgen.(SDA) Urgeschichte Der Mensch hat das Feuer laut einer neuen Studie später beherrschen gelernt als bislang gedacht. Erst seit 300 000 bis 400 000 Jahren wird Feuer demnach regelmässig zum Wärmen und Kochen benutzt. Wil Roebroeks von der Universität Leiden in den Niederlanden und Paolo Villa von der Universität von Colorado (USA) untersuchten 141 archäologische Stätten in ganz Europa, wie sie im Fachmagazin PNAS berichten. Dabei stiessen sie auf eine Ungereimtheit. Während es Hinweise darauf gab, dass Menschen schon vor rund einer Million Jahren in Europa lebten, so verwendeten sie erst seit 400 000?Jahren regelmässig Feuer. Danach setzten die Neandertaler und modernen Menschen in Europa regelmässig Feuer ein, um sich zu wärmen, zu kochen oder der Dunkelheit zu entkommen. Aber wie überlebten die ersten Menschen das kalte Klima ohne Feuer? Die Forscher verweisen auf einen sehr aktiven Lebensstil und eine proteinreiche Ernährung, die den Menschen damals möglicherweise dabei half, die Kälte zu überstehen. Es gebe klare Hinweise auf den Verzehr von rohem Fleisch und Fisch.(SDA) Bildlegende Text.Foto: Vorname Name, Agentur

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