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«Alpenflug» mit Matter-Chansons

Das Konzert von Ueli Schmezer’s Matterlive vom Donnerstag auf dem Niesen war ein voller Erfolg. Dazu trug nicht nur die leidenschaftliche Musik der Berner bei, sondern auch das Ambiente auf dem Pramiden-Berg.

Nebst der Musik gab es mehrere Gründe, warum der Auftritt von Matterlive am Donnerstagabend ein wahres Erlebnis wurde: Da war das schöne Wetter, ein entspanntes Publikum, das köstliche Menü vor dem Konzert und vor allem eins: Ein spektakulärer Schauplatz. Auf der Niesen Kulm, 2362 Meter über Meer, spielte die Band um Ueli Schmezer bei fabelhafter Aussicht zu einem musikalischen Höhenflug auf. Die vier Musiker genossen den Auftritt in luftiger Höhe offensichtlich; ihre gute Laune sprang sofort aufs Publikum über. Sie hätten schon immer hoch hinaus gewollt, scherzte Schmezer. «Aber jetzt sind wir wohl auf dem Gipfel; nach diesem Konzert gehts nur noch bergab». Neuentdeckte Klassiker Unterstützt von zwei Gitarristen, Mats Küpfer und Lucas Stähli sowie dem Bassisten Michel Poffet, die zusammen die Band «Vino Tonto» bilden, lud Ueli Schmezer zu einer Neuentdeckung von Mani-Matter-Chansons. Im Viererpack sind die Musiker «Matterlive» und spielen ausschliesslich Stücke des berühmten Troubadours. Ihre Interpretationen der Berndeutschen Klassiker sind erfrischend rassig, ohne dass sie auf Kosten der tiefgründigen Texte gehen. Das war auch auf dem Niesen so; obwohl die Musiker durch das aussergewöhnliche Lokal beschwingt noch einen Zacken rassiger spielten, büssten die Lieder nichts von ihrem Charme ein. Im Gegenteil: Wenn sich Bassist Michel Poffet virtuos «in die Saiten hängte» und die Gitarristen in Flamenco-Manier leidenschaftlich an ihren Instrumenten zupften, öffneten sie den Zuhörern einen neuen Zugang zu den wohlbekannten Melodien. Auch Ueli Schmezer zeigte unbekannte Seiten. Der seriöse Kassensturz-Moderator entpuppte sich auf der Bühne als echter Entertainer. Seine Überleitungen waren witzig, seine Begeisterung für Mani Matter ansteckend. Entsprechend hingerissen war das Publikum; Trotz bescheidener Grösse (bei Konzerten im Berghaus Niesen finden nur rund 100 Personen Platz) verdankte es der Band den Auftritt mit tosendem Applaus. Wobei ein Teil des Applauses bestimmt auch dem Niesen-Team galt, das einen perfekt abgerundeten Abend bot. Nik Sarbach Am Sonntag, 30. August, um 19 Uhr kann das Konzert auf Radio BeO nachgehört werden. Für folgende Veranstaltungen auf dem Niesen sind noch Plätze verfügbar: Donnerstag, 10. September: Schallplattenlesung mit Balts Nill; Donnerstag, 1. Oktober: Konzert von Stefan Heimoz. >

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