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4,4 Millionen für Kander und Simme

In Wimmis werden 4,4

Die Schwellenkorporation Wimmis hat zwei Bruttokredite von total 4,4 Millionen Franken genehmigt. «Wegen dem Konjunkturförderungsprogramm des Bundes sind wir unter Zeitdruck», erklärt Präsident Werner Neukomm die Eile. «Wir müssen noch in diesem Jahr mit der Bauerei beginnen.» 700 Meter für 1,5 Millionen «Auf einer Länge von rund 700 Metern wird die Kander unterhalb der neuen Brücke bei Heustrich renaturiert», erklärt Marcel Dähler vom Planungsbüro Kissling+Zbinden. «Zugleich geht es um den Schutz der Mattestrasse mit ihren Werkleitungen der BKW und Nitrochemie.» Kostenpunkt: 1,5 Millionen Franken. Nach Hochwassern in den Jahren 2005/08/09 sind bereits Sofortmassnahmen für 300000 Franken ausgeführt worden (wir haben berichtet). Nebst Beiträgen des Bundesamts für Umwelt (Bafu) und dem Naturschutzinspektorat verbleiben Kosten von 970600 Franken. Daran beteiligen sich der Renaturierungsfonds mit 50 Prozent, die Nitrochemie und BKW mit je 20 und die Einwohnergemeinde Wimmis mit 10 Prozent. 2005 und 2008 ist die Kander in diesem Gebiet auf der linken Uferseite ausgeschert, das Flussbett ist heute rund dreimal so breit wie früher. «Wir wollen dem Fluss diesen Raum im Auengebiet von nationaler Bedeutung gewähren», informiert Dähler. «Die Strasse wird aber mit einer zugedeckten Ufersicherung aus Naturblöcken gesichert.» Dazu sind Rodungen und anschliessende Wiederaufforstungen nötig. Vor der Heustrichbrücke wird links eine sichtbare Fundamentssicherung erstellt. Weiter unten wird ein alter militärischer Mannschaftsunderstand entfernt, die betroffenen Landeigentümer stehen in Verkaufsverhandlungen. 1,5 km für 2,9 Millionen Vom Brodhüsi bis zum Zusammenfluss mit der Kander wird auch die Simme renaturiert. In diese 1,5 Kilometer werden 2,9 Millionen Franken investiert. Im Auengebiet von nationaler Bedeutung wird das Flussbett von heute rund 25 bis auf gegen 50 Meter ausgeweitet. Auch hier muss Wald gerodet werden. Über baulich forcierte Uferanrisse soll die Simme zudem ihr Bett selber mitgestalten. Anstelle eines bestehenden Querriegels und zweier konventioneller Blockrampen werden zwei flache, aufgelöste Blockrampen geschaffen», sagt Marcel Dähler. Mit diesen Massnahmen sollen die Solenvertiefung gestoppt und die Simmentalstrasse sowie die Fundamente der Holzbrücke (Veloroute) geschützt werden. Der Fluss wird bis zum Simmewehr für Seeforellen passierbar. Auch der Einlauf des Dorfbaches wird fischgängig gemacht. Der dem Kanton gehörende Pulveristeg wird abgerissen, Reiter sollen das Gewässer über eine Furt durchqueren können. Aufteilung der Kosten Die – allerdings noch nicht definitiv abgesegnete – Kostenaufteilung lautet hier: Konjunkturförderung 350000 Franken, Naturschutzinspektorat 200000 Franken, Bund 735000 Franken, BKW 580000 Franken und der Kanton 525000 Franken. «Die Schwellenkorporation Wimmis wird mit maximal 50000 Franken und die Gemeinde Reutigen mit 25000 Franken belastet», informiert Kassier Hanspeter Dummermuth. Dem Renaturierungfonds verbleiben rund 460000 Franken zur Zahlung. Die geplanten Massnahmen dürften zwei Winter in Anspruch nehmen. «Die Initianten – federführend ist das Naturschutzinspektorat – übernehmen dann den Unterhalt für die nächsten zehn Jahre. Das heisst, die Gemeinden werden entlastet», erklärt Dähler. Und Werner Neukomm fügt an: «Ab diesem Zeitraum gehen wohl sowieso alle grösseren Flüsse in die Verantwortung des Kantons über.» Peter Rothacher >

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