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Wieviel darf die Künstler- börse künftig kosten?

Wieviel darf die Schweizer Künstlerbörse die Stadt Thun kosten? Darüber debattiert das Stadtparlament am Donnerstagabend. Eigentlich sollten die Beiträge sinken; doch die Stadtratsakten weisen einen Stolperstein auf.

«Schliesslich wird die Schweizer Künstlerbörse ein wichtiges Aushängeschild für das künftige KKThun darstellen», schliesst die gemeinderätliche Empfehlung zuhanden des Thuner Stadtparlaments. In der Vorlage, die diesen Donnerstag im Stadtrat verhandelt wird, geht es einmal mehr um Geld. Doch die Stadt muss seit einiger Zeit den Rotstift ansetzen. Damit naht auch für die Schweizer Künstlerbörse die Stunde der Wahrheit. Weniger oder gleich viel? Mitte März kündigten der Thuner Gemeinderat und die Vereinigung KünstlerInnen–Theater–VeranstalterInnen (ktv) an, dass die neue Vereinbarung zwischen Thun als Gastgeberin und der ktv als Organisatorin für die Jahre 2010 bis 2015 geregelt sei. Erfreulich daran: Die Stadt sollte ab dem Jahr 2011 weniger tief in die Tasche greifen. Statt wie bis anhin 150000 Franken pro Jahr gäbe es nur noch 110000 Franken wiederkehrende Beiträge (inklusive der jährlichen 30000 Franken aus dem Fonds des Thuner Amtsanzeiger Verbands). Gleichzeitig hat der Kanton eine Verfünffachung seiner bisherigen Beiträge von 50000 auf 250000 Franken vorgesehen. So weit, so gut. Der Teufel steckt jedoch im Detail: Dass im kommenden Jahr noch einmal ein städtischer Beitrag über 150000 Franken plus eine einmalige Zuwendung über 50000 Franken für die erhöhten Infrastrukturkosten in der Expo-Halle ausgerichtet werden soll, ist nur ein Punkt. Offene Bandbreite Für Verwunderung sorgt die eingefügte «Bandbreite», die es «dem Gemeinderat ermöglicht, der Künstlerbörse jeweils flexibel die variablen benötigten Beiträge zu sprechen.» Und da sieht der Zahlensalat auf einmal wieder anders aus: Statt nur noch 110000 Franken pro Jahr – inklusive Dienstleistungen und Mehrwertsteuer – ab 2011 soll das Thuner Parlament eine Variable bewilligen, die zwischen 110000 Franken als Minimal- und 190000 Franken als Maximalbeitrag liegt. Auf sechs Jahre hinaus entspricht dies einem Total zwischen 660000 und 1,14 Millionen Franken. In der letzten Vereinbarung zwischen der Stadt und der ktv lag dieser Betrag fix bei 900000 Franken. Bezahlt die Stadt nun künftig weniger an dieses Aushängeschild, das auch für das künftige Kultur- und Kongresszentrum KKThun weitere Nutzer anlocken soll? Oder bezahlt sie mindestens gleichviel, wenn nicht sogar mehr? Für Debatte ist gesorgt Darüber werden die Stadträtinnen und Stadträte wohl heftig debattieren. Denn offengelegt von Seiten ktv sind bisher folgende Zahlen: Für 2010 liegt ein Antrag über insgesamt 200000 Franken (inklusive einmaligem Sonderbeitrag über 50000 Franken), für 2011 voraussichtlich der Mindestbetrag von 110000 Franken vor. Wie hoch die Anträge für die restlichen Jahre 2012 bis 2015 ausfallen werden, steht derzeit noch in den Sternen. Die Bandbreite liegt demzufolge für die verbleibenden vier Jahre zwischen 440000 und 760000 Franken. Demgegenüber lag die Grenze der bewilligten Beiträge in den Jahren 2006 bis 2009 bei total 600000 Franken. HeinerikaEggermann Dummermuth>

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