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Weisser Touristik-Rabe Brienz

Brienz wies im Juli sechs Prozent mehr Logiernächte als im Vorjahr auf – den Stammgästen und mehr Schweizer Besuchern sei Dank. Die Zusammenarbeit unter dem Dach

Brienz spürt offenbar von der weltweiten Krise im Tourismus wenig. Im Gegenteil: «Gegenüber dem Juli 2008 konnten wir bei den Logiernächten um über sechs Prozent zulegen», erklärte Martin Casagrande, Präsident der IG Tourismus Brienz, am Dienstag im Saal der Jobin AG. «Der Grund liegt wohl darin, dass wir treue Stammgäste haben und die Schweizer zurzeit vermehrt ihre Ferien in der Schweiz verbringen», meinte Hansjörg Imhof, Mitglied der Geschäftsleitung. «Wir haben das erste Jahr, nachdem sich Brienz Tourismus nach der Volksabstimmung unter die Dachmarke Interlaken begeben hat, ohne grössere Pannen über die Bühne gebracht», erklärte Martin Casagrande stolz. «Obwohl wir es bei Haslital Tourismus nicht schlecht hatten, spielen wir nun in einer anderen Liga, wird doch jetzt der Name Brienz am See jährlich über tausend Mal in die ganze Welt geschickt», so Casagrande. Interlaken als Zugpferd Die Brienzer Touristiker werden sich vorerst schwerpunktmässig auf den Ausbau des Gästebusangebots und der erweiterten Benutzung der Zentralbahn mit der Gästekarte, auf Pauschalangebote sowie die Planung geeigneter Broschüren konzentrieren, dies alles unter dem Dach der Tourismusorganisation Interlaken (TOI). «Interlaken ist eine der am meisten genannten Destinationen der Schweiz. Brienz wird künftig vom hochprofessionellen Marketing von Interlaken profitieren können. Und für Brienz wird es ein Leichtes sein, für die Dachmarke ein brauchbares Produkt anzubieten», sagte Casagrande. «Während die Hotellerie gut vernetzt ist, wäre unser Wunsch, dass sich die Parahotellerie mit ihren Ferienwohnungen auch organisieren und ein Mitglied in unseren Vorstand delegieren würde», so der Präsident. Finanzen liegen auf Kurs Hansjörg Imhof, neben Präsident Martin Casagrande und Gemeinderat Peter Huggler eines der drei Mitglieder der Geschäftsleitung der IG Tourismus Brienz, präsentierte den Abschluss für die ersten sieben Monate des laufenden Jahres. Hochgerechnet auf das Jahr wird das im vergangenen Jahr errechnete Budget erreicht werden. «Die Tourismusförderungsabgabe (TFA) hat zum Beispiel mit 140000 Franken das Jahresergebnis unter Haslital Tourismus von 170000 bereits fast erreicht», so Hansjörg Imhof. Gezieltes Vorgehen «Wir werden nun die Gästebedürfnisse ermitteln, Ideen sammeln und ein Konzept erarbeiten. Wir verfügen ja bereits über eine Palette von Angeboten», sagte Casagrande. «Nun werden wir die Zusammenarbeit mit den Dachmarkenpartnern fördern, die Produkte 2010 und die dazu nötigen Aktivitäten definieren und für Brienz Tourismus eine klare Organisation erarbeiten», meinte der Präsident zum Schluss. Bei der Zusammenarbeit mit den Nachbargemeinden sei man noch nicht dort, wo man sein möchte. Aber es würden zielgerichtete Gespräche geführt. Offen sei zurzeit noch ein attraktives Winterangebot, das sich ebenfalls weltweit vermarkten lasse, so die Verantwortlichen. Ulrich Krummenacher>

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