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Sprengstart für Kalkstein-Abbau

Nach dem Unwetter vom August 2009 stehen in der Region Bachverbauungen an. Dafür benötigte

Um die 350000 Kubikmeter Quintner Kalkfels liegen im Wald westlich des Westeingangs zum Freilichtmuseum Ballenberg zum Abbau bereit. Dafür, dass er nach allen Regeln der Steinbrecherkunst vorgenommen wird, sorgen Fachleute der Gasser Felstechnik AG, Lungern. Mit diesem in der ganzen Schweiz tätigen Unternehmen hat die Einwohnergemeinde Hofstetten – Eigentümerin des Grundstücks und Inhaberin der Abbaubewilligung – einen Dienstbarkeitsvertrag auf zwölf Jahre abgeschlossen: Zwölf Jahre lang wird die Gasser AG den Steinbruch für Abbau und Deponie nutzen können und dafür der Gemeindekasse tranchenweise 3,35 Millionen Franken zugehen lassen. «Ich sage es hier zum allerletzten Mal: Tatsache ist, dass die vom bernischen Grossrat im Januar 2002 beschlossene Abschaffung der Billettsteuer unserer kleinen Gemeinde Mindereinnahmen von jährlich 100000 bis 130000 Franken beschert», gab Gemeindepräsident Simon Ernst anlässlich der schlichten Startschussfeier zu verstehen, Die nun in Aussicht stehende Summe hilft nach Simon Ernsts Worten der Gemeinde, ihre Selbstständigkeit zu erhalten. Und: «Wir geben dem von Bern ausgeübten Fusionsdruck nicht nach, wir sind für die Zusammenarbeit mit unseren Nachbargemeinden, Hofstettener lassen sich vielleicht fressen, aber sicher nicht verdauen.» Kein Unternehmerrisiko Massgeblich am Zustandekommen der – zumindest für den Kanton Bern einzigartigen – Lösung beteiligt war Marc Trauffer, im Gemeinderat zuständig für das Ressort Land- und Forstwirtschaft. Eine Gemeinde als Steinbruchbesitzerin sei ungewöhnlich, sagte Trauffer gestern. Klar sei bei den Vorarbeiten zur nun getroffenen Lösung auch geworden, dass Hofstettens Gemeinderat keinesfalls ein unternehmerisches Risiko hätte übernehmen können. Dieses liege nun ganz bei der Gasser Felstechnik AG. Deren Chef Thomas Gasser bestätigte gestern, dass die Zusammenarbeit mit Gemeinde, Kanton und Projektverfassern hervorragend gewesen sei. Gasser ergänzte dann: «Das ganze Verfahren ging überraschend schnell vonstatten. Unsere Firma betreibt in der ganzen Schweiz dreissig Steinbrüche, in anderen Kantonen haben wir schon sechs oder acht Jahre auf eine Abbaubewilligung gewartet.» André Hug>

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