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12 Monate bedingt für Raubzug

In einer einzigen Nacht verübte ein Spiezer im Thuner Schwäbis einen Raub und einen Diebstahl. Das Kreisgericht Thun

Kurz nach Neujahr war es, als drei Jugendliche beschlossen loszuziehen, um Leute auszunehmen. Der Älteste der drei stand gestern vor dem Kreisgericht Thun, denn der Spiezer war kurz vor der Tat 18-jährig geworden. Die beiden andern hatten sich vor dem Jugendrichter zu verantworten. Die drei Jugendlichen zogen Kapuzenpullover an. Zuerst bedrohten sie einen Mann mit dem Messer und erbeuteten so achtzig Franken. Alkoholisiert und bekifft, wie sie waren, versuchten sie gleich anschliessend eine Frau zu berauben. Diese rannte jedoch davon. Auf dem Parkplatz beim Grabengut versuchten die zwei Jüngeren, zwei Verkaufsanhänger aufzubrechen. Bei diesen beiden Einbrüchen stand der Älteste daneben und schaute zu. Weil er sich an der Beute beteiligte, wurde er zum Mittäter. Rund sechs Wochen später drang der Angeschuldigte mit drei weiteren Personen ins Bahnwärterhäuschen bei der Gwattegg ein. Die vier wollten dort übernachten, als die Polizei erschien. Für die eingeschlagene Scheibe will die BLS AG Schadenersatz von 1000 Franken. Das Kreisgericht Thun unter der Leitung von Gerichtspräsident Peter Moser verurteilte den Spiezer zu einer bedingten Freiheitsstrafe von zwölf Monaten, legte die Probezeit aber auf drei Jahre fest und ordnete an, dass er mit der Bewährungshilfe zusammenarbeiten müsse. Für Raub, und das war die Tat auch für das Kreisgericht, muss ein Täter mit einer Freiheitsstrafe von mindestens sechs Monaten bestraft werden. Wurde die Tat, wie hier, mehrfach begangen und rechnet man noch die Sachbeschädigungen und den Diebstahl dazu, dann erhöht sich die Strafe. Das Kreisgericht kam deshalb zum Schluss, dass zwölf Monate angemessen seien. Der junge Mann wurde zusätzlich zu einer Verbindungsbusse von 500 Franken verurteilt. Wegen Busfahrens ohne Billett wurde er zu einer zweiten Busse von 200 Franken verurteilt. Er muss auch die Verfahrenskosten von 4400 Franken tragen.Margrit Kunz>

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