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«Schnuppern» im ersten Sturm

Der 20-jährige Stürmer Etienne Froidevaux ersetzt derzeit den verletzten Christian Dubé als Center in der ersten Berner Linie.

Serge Aubin, Sébastien Bordeleau, Randy Robitaille, Stacy Roest, Tommi Santala, Erik Westrum: Die Rollen des Centers der ersten Sturmlinien in der National League A sind derzeit hochkarätig und vorwiegend mit ausländischen Akteuren besetzt – ein Beleg für die Wichtigkeit dieser Position. Beim SC Bern agiert derzeit ein Nachwuchsspieler als Spielmacher im ersten Block: Etienne Froidevaux. Der in Ittigen wohnhafte Stürmer dürfte auch heute Abend an Stelle Christian Dubés zwischen Lubos Bartecko und Simon Gamache «eingemittet» werden. Froidevaux bezeichnet es als Ehre, den verletzten Dubé «nicht zu ersetzen, aber im ersten Sturm zu vertreten». Bereits am Dienstag hatte der 20-Jährige zwischen der produktiven slowakisch-kanadischen Flügelzange agiert, konnte jedoch wie sämtliche seiner Mitspieler kaum Akzente setzen. «In Biel lief gar nichts zusammen. Wir sind ein ehrgeiziges Team, und ich erwarte, dass wir gegen die Lakers eine Reaktion zeigen», sagt der Mittelstürmer. Erfahrung mit Bordeleau Bereits in der Vorsaison hatte das Berner Eigengewächs unter Trainer John Van Boxmeer zuweilen mit den Ausländern Ramzi Abid und Sébastien Bordeleau in derselben Formation gespielt. «Ich habe mich an diese Erfahrung erinnert und mir nun dieselben Vorsätze gefasst wie damals: mich nicht unter Druck zu setzen und frech aufzuspielen.» Dass sich der heutige Biel-Stürmer Bordeleau damals via medialem Akzelerator über seine Rolle in der «Experimentierlinie neben Junior Froidevaux» (Bordeleau) beklagt hatte, missfiel dem Talent nicht: «Sébastien hatte bereits mit mir darüber gesprochen, bevor die Sache publik wurde. Wir haben keine Probleme zusammen.» Die Erwartungen erfüllen Etienne Froidevaux weiss um die Hoffnungen, die Trainer und Sportchef in ihn setzen. Beim SCB gilt der 20-Jährige mit der Rückennummer 20 als Spieler für die Zukunft. Er ist läuferisch und technisch hervorragend ausgebildet, «ein kompletter Spieler ohne explizite Stärken und Schwächen, der lernfähig ist», wie NHL-Scout Thomas Roost umschreibt. Der Gepriesene selbst bezeichnet sich als «gutes Bindeglied zwischen Offensive und Defensive», er müsse aber noch an Abschlussqualität zulegen. Letzte Saison hatte der Stürmer beim SCB in der Qualifikation 13 Skorerpunkte erreicht. Nachdem er im Frühling als Absolvent der Pilotklasse «Lehre und Sport» an der Kaufmännischen Berufsfachschule in Bern die KV-Lehre erfolgreich abgeschlossen hatte, fokussiert sich Froidevaux nun voll auf das Eishockey. «Ich möchte möglichst viel Eiszeit erhalten und den Erwartungen der Vereinsführung gerecht werden. Zukünftig ist es mein Ziel, mich als Center der ersten oder zweiten Linie zu etablieren», sagt Froidevaux. Vermag er diese Vorgaben dereinst auch zu erreichen, dürfte es in Bälde keine Rarität mehr darstellen, wenn bei der Aufzählung arrivierter Kräfte im Schweizer Eishockey der Name Etienne Froidevaux auftaucht. rek >

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