Tamy Glauser tut Veganerblut-Satz leid

Die Nationalratskandidatin sorgte mit ihrer Aussage, dass Veganer besser vor Krebs geschützt seien, für Aufruhr. Nun distanziert sie sich davon.

Tamy Glauser tritt auf Listenplatz 10 der Grünen Kanton Zürich zu den Nationalratswahlen an – die Grünen haben derzeit zwei Sitze. Foto: Keystone/Ennio Leanza

Tamy Glauser tritt auf Listenplatz 10 der Grünen Kanton Zürich zu den Nationalratswahlen an – die Grünen haben derzeit zwei Sitze. Foto: Keystone/Ennio Leanza

«Natur heilt alles. Blut von Veganern zum Beispiel kann Krebszellen töten», schrieb Tamy Glauser in einem Kommentar auf Instagram - und erhitzte damit die Gemüter. Auf Twitter nimmt die Nationalratskandidatin der Grünen ihre Aussage nun zurück. «Die Aussage, die ich im Rahmen einer Konversation auf Instagram in Umlauf brachte, dass eine vegane Ernährung Krebszellen töten könne, ist unwissenschaftlich, folglich falsch und ich distanziere mich davon.»

Tamy Glausers Kommentar zur veganen Ernährung auf Instagram.

Es tue ihr leid, wenn der Eindruck entstanden sei, dass «Krebskranke ihre Krankheit durch andere Ernährung verhindern» hätten können. Glauser betonte, dass es ihre Entscheidung sei, sich vegan zu ernähren. Sie sei davon überzeugt, möchte daraus aber «keine Ideologie machen». Sie beendet ihren vierteiligen Post mit der Aussage: «Dass der Verzicht auf tierische Produkte und insbesondere Fleisch besser für das Klima ist und die Umwelt schont, ist hingegen wissenschaftlich unbestritten.»

Die anfängliche Diskussion, in der Glausers umstrittene Aussage fiel, führte sie mit dem Immunologie-Doktoranden Fabio Hasler. Dieser reagierte mit Überraschung auf Glausers Kommentar. Zum «Blick» sagt er: «Ich habe solche Behauptungen auch schon gehört, jedoch aus einem Bereich der Verschwörungstheoretiker, die nicht viel mit Wissenschaft am Hut haben.»

Glauser, die ein politisches Amt anstrebt, habe jetzt eine Vorbildfunktion. «Solche Sachen so unkritisch zu verbreiten, ist unverantwortlich.» Sein Rat: Sie hätte lieber jemanden fragen sollen oder erst gar nichts posten sollen, «wenn man keine Ahnung hat».

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