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In eigener SacheZürcher Tamedia-Zeitungen bilden Verbund

Der «Tages-Anzeiger» und die Zürcher Regionalzeitungen arbeiten bei der kantonalen Berichterstattung künftig enger zusammen.

Das Tamedia-Haus an der Werdstrasse in Zürich.
Das Tamedia-Haus an der Werdstrasse in Zürich.
Foto: Raisa Durandi

Der «Tages-Anzeiger», der «Landbote», die «Zürichsee-Zeitung» und der «Zürcher Unterländer» verstärken ihre Zusammenarbeit. Ab dem 1. Juni 2021 bilden sie das Redaktionsnetzwerk Zürcher Zeitungsverbund. Ziel ist eine engere Kooperation bei der Berichterstattung über kantonale Themen. Alle Titel bleiben eigenständig. Der «Zürcher Oberländer», der zum Verbund der Zürcher Regionalzeitungen gehört, beteiligt sich ebenfalls.

Das Netzwerk besteht aus rund 90 Journalistinnen und Journalisten. Die Leitung übernimmt Benjamin Geiger, der parallel Chefredaktor der Zürcher Regionalzeitungen bleibt. «‹Tages-Anzeiger›, ‹Der Landbote›, ‹Zürichsee-Zeitung› und ‹Zürcher Unterländer› haben je eigene Profile und sprechen ihr eigenes Publikum an. Daran wollen wir festhalten», sagt Geiger. Man wolle den Leserinnen und Lesern weiterhin einen unabhängigen, qualitativ hochwertigen, regionalen Journalismus bieten, aber auch die Grössenvorteile nutzen, die im Netzwerk möglich seien.

Nebst Benjamin Geiger sind Priska Amstutz und Mario Stäuble, die Co-Leitung des «Tages-Anzeigers», für das Projekt verantwortlich. «Es ermöglicht uns, unsere Position als stärkstes privates Redaktionsnetzwerk im Kanton Zürich auszubauen – ohne die Identität der einzelnen Zeitungstitel zu gefährden», sagt Stäuble. «Eine ‹Unterländer›-Abonnentin aus Bachenbülach will wissen, was in ihrer Gemeinde passiert, interessiert sich aber auch für Stadt und Kanton Zürich. Umgekehrt können wir unser ‹Tagi›-Publikum künftig besser über eine spannende Geschichte aus dem Weinland informieren.»

ij

10 Kommentare
    Markus Henny

    Spannende Geschichten aus dem Weinland interessieren sicher die meisten Tagi-Leser nicht.