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Leserreaktionen«Wo Blödsinn stattfindet, sind Betrüger nicht weit.»

Meinungen von Leserinnen und Lesern zu aktuellen Themen.

Eines von mehreren Schiffen, für die Hansjürg Grunder beim Bund überhöhte Bürgschaften einholte: die SCL Bern. Die Pleite seiner Flotte kostete die Steuerzahler über 200 Millionen Franken.
Eines von mehreren Schiffen, für die Hansjürg Grunder beim Bund überhöhte Bürgschaften einholte: die SCL Bern. Die Pleite seiner Flotte kostete die Steuerzahler über 200 Millionen Franken.
Foto: Enzian Ship Management AG

Zu «Quittung für doppelte Rechnungen»

Inkompetenz auf der ganzen Linie

Man glaubt es kaum.
Ein Binnenland mit einer Hochseeflotte, die als Versorgungsgarantie im Kriegsfall dienen soll, ist einfach lächerlich. Vermutlich würden die Frachter im Krieg mit Hilfe von Peter Pan vom Meer in die Schweiz fliegen. Wo Blödsinn stattfindet, sind Betrüger nicht weit. Unsere Behörden haben so lange geschlafen, dass die meisten Straftaten des Betrügers bereits verjährt sind. Das ist Inkompetenz auf der ganzen Linie und der Steuerzahler muss nun wieder einspringen.

Mark Gasche, Kirchberg

Zu «Politischer Widerstand gegen 5G bröckelt»

Weder ökologisch noch innovativ

Grünliberale wollen 5G zur Erreichung von Nachhaltigkeitszielen einsetzen. Mit dem umstrittenen neuen Mobilfunkstandard sollen Innovationen unterstützt und die Industrialisierung nachhaltig gefördert werden. Zum Beispiel in der digitalisierten Landwirtschaft. Das ist aber weder ökologisch noch innovativ. Durch den hohen Energieverbrauch hat die Digitalisierung einen negativen Effekt auf die Umwelt. Der Grossteil des Datenverkehrs erfolgt «indoor». Betriebe und Privaträume deswegen mit immer stärkeren Mobilfunkantennen zu versorgen, ist nicht zweckmässig und auch nicht umweltverträglich. Zukunftsweisend sind schnelle und stabile kabelgebundene Lösungen. Eine nachhaltige Netzwerkplanung basiert auf leistungsfähigen Glasfasern, kombiniert mit strahlungsminimiertem Mobilfunk, was branchenunabhängige Experten seit langem fordern.

Walter Seiler, Unterseen

Zu «SVP-Politiker kämpfen gegen neue Rente»

Ein ausgemachtes Trauerspiel

Wenn es noch eines Beweises bedurfte, dass die SVP eine Ansammlung ideologisch verbohrter Geizhälse ist: dieses Referendum liefert den ultimativen Beweis dafür. Und der mit Bürgerkriegs-Rhetorik um sich schlagende Milliardär aus Herrliberg zockt gleichzeitig den Staat ab. Noch kaltschnäuziger geht es nun wirklich nicht mehr. Bizarr, wie das Ganze schon fast als Vorlage für eine Komödie gelten könnte, wenn es nicht ein ausgemachtes Trauerspiel wäre.

Max Mantel, Kilchberg

Zu «Oberärzte befürchten Versorgungsnotstand im Kanton Bern»

Aus alten Fehlern nichts gelernt

Da baut man vor ein Paar Jahren eine Station um, und will jetzt schon wieder Millionen Franken reinstecken. Man hat anscheinende aus dem Fiasko um die Schliessung des Jugendheims Prêles nichts gelernt. Immer dasselbe: Zehn Diplome werden hinter Schreibtische gesteckt, die in der täglichen Arbeit nicht zu gebrauchen sind. Aber wir Steuerzahler können es ja dann wieder richten.

Rene Nydegger, Bern