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Drohung statt GratulationPutin warnt russischen Nobelpreisträger

Nicht alle sind happy mit der Auszeichnung aus Oslo für einen russischen Journalisten: Präsident Wladimir Putin während der Energiewoche in Moskau.

Die Sache mit den «ausländischen Agenten»

Mann mit Mut und Überzeugung: Dmitri Muratow ist Chefredaktor der russischen Zeitung «Nowaja Gaseta».

SDA/fal

109 Kommentare
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    Markus Dicht

    Der Friedensnobelpreis ist ein Elaborat des westlichen Werteuniversalismus. Das abendländische individualisierte Menschenrechtsverständnis ist eine spezifisch westliche Denkfigur. Mehr nicht. Weil der Westen politische, militärische und wirtschaftliche globale Doiminanz will, ist sie tonangebend geworden. In einer multikulturellen und postkolonialen Welt macht aber diese Universalität von Werten keinen Sinn mehr. Wenn es um Werte geht, dann macht nur noch der kulturelle Relativismus bzw. der Werterelativismus einen Sinn. Der Absolutheitsanspruch universalistischer Ideale ist eine Illusion oder vielleicht nur ein Traum. Weltfrieden ist nur dann möglich, wenn Werterelativismus globale Akzeptanz findet. Es gibt nur eine Relativität von Ethik und Menschenrechten, nicht aber eine Universalität. Das gilt auch für die Meinungsfreiheit. Meinungsfreiheit heisst, dass alle Meinungen möglich sind, nicht nur die westliche. Moralische Prinzipien, aber auch Urteile bzw. Überzeugungen sind immer auf soziale, kulturelle und historische Gegebenheiten zurückzuführen. Es gibt kein Recht des Westens, diese Gegebenheiten nicht zu tolerieren. Zudem gibt es keine Beweise für die Existenz objektiver moralischer Wahrheiten.