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Welche Unternehmen von der Krise profitieren

Unternehmen, Händler oder Privatpersonen – jeder kann oder will aus der ­Virus-Hysterie einen Vorteil ziehen. Manches Unternehmen ist dabei ganz überraschend und unfreiwillig Profiteur.

In Baumärkten sind Schutzmasken ausverkauft, die sonst gegen Staub benutzt werden. Die weissen Einweg-Schutzanzüge für Maler oder Lackierer sind bei Hornbach nahezu ausverkauft, bei Migros und Coop werden sie knapp. Die Preise erhöhen die Händler trotz der riesigen Nachfrage allerdings nicht. «Das ist nicht in unserem Sinne, denn wir setzen im Interesse unserer Projektkunden auf Verlässlichkeit», sagt etwa ein Hornbach-Sprecher.

Der Pharmakonzern Roche war mit seinem zusammen mit Tib-Molbiol in Berlin entwickelten Coronavirus-Test als erster in China präsent. «Wir können genug produzieren und die weltweite Nachfrage befriedigen», sagt ein Roche-Sprecher. Inzwischen haben auch andere Unternehmen Tests auf den Markt gebracht, etwa die US-Firma CoDiagnostics oder die britisch-französische Novacyt Group.

Die Schweizer Aluminiumindustrie profitiert von ausbleibenden Lieferungen wegen der Produktionsstopps in China: Einige der rund 60 Mitglieder des Aluminium-Verbands Schweiz verzeichnen eine erhöhte Nachfrage und kurzfristige Bestelleingänge innerhalb Europas von Konzernen, die ihre Produkte zuvor in China bezogen haben. Auch Kunden, die seit Jahren nicht mehr in der Schweiz bestellten, würden zurückkehren.

Der Multitechnologiekonzern 3M hat als Reaktion auf die Ausbreitung des Coronavirus seine Produktion von persönlicher Schutzausrüstung in Fertigungsstätten auf der ganzen Welt sehr schnell hochgefahren, um die gestiegene Nachfrage zu bedienen, wie es auf Anfrage heisst. «Unser Unternehmen stellt in Produktionsstätten in den USA, Lateinamerika, Europa, China und Asien monatlich Millionen von Atemschutzmasken her», sagt eine Sprecherin. Die weltweite Nach­frage nach persönlicher Schutzausrüstung übersteige trotz massiv gestiegener Produktion derzeit das Angebot.

Isabel Strassheim, Maren Meyer

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