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Harry Potter würde erblassen vor Neid

Forscher der ETH Zürich haben einen Flugroboter gebaut, den sie mit blossen Gesten durch die Luft dirigieren. Dazu brauchen sie das Steuergerät einer Spielkonsole.

Um dem Roboter die Anweisungen zu geben, tritt ein Forscher einfach vor das Kinect-Steuergerät, das normalerweise für die Videospielkonsole Xbox benutzt wird. Zeigt er mit seinem rechten Arm auf das Fluggerät, hebt es ab. Durch Armbewegungen dirigiert der Pilot dann den Roboter durch den Raum. Senkt er den Arm, bleibt der Flugroboter an Ort und schwebt dort.

Um den Roboter landen zu lassen, führt der Forscher einfach die Hände zusammen: Die Gestik wird vom Kinec-Senor erfasst und das Gerät setzt sicher auf den Boden auf. Indem der Pilot den linken Arm rasch über den Kopf hebt, kann er den Roboter sogar einen Looping fliegen lassen.

«Flugverbotszone» schützt Piloten

Um die Kontrolle über den Flugroboter zu ermöglichen, wird das Kinect-Gerät unterstützt durch Kameras, die an der Decke des Simulationsraums angebracht sind. Auf diese Weise wird auch eine Art Flugverbotszone rund um den Forscher errichtet, in die der Roboter nicht hineinfliegt: So wird ein Zusammenprall verhindert.

Die Entwicklung ist das Resultat der Bachelorarbeit von Armin Ambühl unter der Aufsicht von Sergei Lupashin und Raffaello D'Andrea am Institut für Dynamische Systeme und Regelungstechnik der ETH Zürich. Die Forscher haben ein kurzes Demotape auf Youtube hochgeladen.

Flugroboter spielen Tennis

Es ist nicht ihre erste Flugroboter-Entwicklung: Sie haben bereits fliegende Geräte entwickelt, die zu Musikstücken tanzen oder die gegeneinander Tennis spielen können. Um ihre Flugexperimente durchzuführen, dient den Forschern die «Flying Machine Arena», ein würfelförmiger Raum von je zehn Metern Seitenlänge.

Die von den Forschern verwendeten Roboter werden Quadrocopter genannt. Sie sehen aus wie ein liegendes Kreuz und werden von vier Rotoren angetrieben. Die kleinen, günstigen und gut manövrierbaren Geräte werden heute zum Beispiel in der Luftbildfotografie eingesetzt. Die ETH-Experimente könnten dabei helfen, die Roboter künftig einfacher zu steuern.

SDA/jak

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