Zum Hauptinhalt springen

Forscher entzaubern den Rubik-Würfel

Der bunte Würfel ist das meistverkaufte Spielzeug der Welt. Erst jetzt, nach 30 Jahren, lüften Forscher sein bestgehütetes Geheimnis: Wie viele Züge es höchstens braucht, um ihn zu knacken.

Dreissig Jahre alt ist der Rubik-Würfel dieses Jahr. Und pünktlich zum Geburtstag haben Forscher das grösste Rätsel um das knallbunte Kultspielzeug gelöst: Genau 20 Drehungen braucht es aus jeder Position höchstens, um die Flächen einfarbig hinzubekommen. Das meldet ein Team aus einem Mathematiker, einem Computer-Ingenieur, einem Mathematiklehrer und einem Programmierer.

Der Rubik-Würfel wurde vom ungarischen Architekten Erno Rubik erfunden. Ziel beim Spiel ist es, den Würfel so oft zu drehen, bis jede der Flächen einfarbig ist. Ursprünglich wollte Rubik vor allem seinen Studenten helfen, ihr räumliches Vorstellungsvermögen zu verbessern. Doch der Zauberwürfel entwickelte sich Anfang der 1980er-Jahre zum Kultspielzeug; inzwischen hat er sich weltweit über 450 Millionen Mal verkauft.

«Nie einen Beweis ohne Computer»

Tüftler hatten seit der Erfindung des Würfels laufend versucht zu berechnen, welches die höchste Anzahl Züge ist, mit der das Spiel in jedem Fall gelöst werden kann. Doch um diese Frage endgültig zu beantworten, benutzten die Forscher nun einen von Google bereitgestellten Hochleistungscomputer. Sie liessen ihn sämtliche 43'252'003'274'489'856'000 (in Worten: gut 43 Trillionen) möglichen Positionen nachvollziehen und entsprechende Lösungskombinationen zählen.

Dass ein Rechengenie die Kombinatorik im Kopf nachspielt, ist laut den Forschern unwahrscheinlich. «Ich gehe davon aus, dass es nie einen Beweis ohne Computer geben wird, den man auf ein paar Seiten Papier niederschreiben könnte», wird Herbert Kociemba zitiert, der Mathematiklehrer im Team. Sogar ein normaler Computer hätte 35 Jahre gebraucht, um sämtliche Lösungswege durchzuspielen. Um den Würfel ganz praktisch zu lösen, dauert es übrigens deutlich weniger lang: Der Rekord liegt bei 7,08 Sekunden.

Dieser Artikel wurde automatisch aus unserem alten Redaktionssystem auf unsere neue Website importiert. Falls Sie auf Darstellungsfehler stossen, bitten wir um Verständnis und einen Hinweis: community-feedback@tamedia.ch