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Drohne kollidiert fast mit Easyjet-Maschine

Im Juli flog eine Drohne im Abstand von nur zehn Metern am einem Flugzeug vorbei. Der Fall wurde erst jetzt publik.

Die Flugbesatzung habe keine Chance gehabt dem Objekt auszuweichen. (Archivbild)
Die Flugbesatzung habe keine Chance gehabt dem Objekt auszuweichen. (Archivbild)
Georgios Kefalas, Keystone
Bis Ende August 2016 verzeichnete die Schweizerische Sicherheitsuntersuchungsstelle (SUST) 28 Vorfälle mit unbemannten Fluggeräten. (Archivbild)
Bis Ende August 2016 verzeichnete die Schweizerische Sicherheitsuntersuchungsstelle (SUST) 28 Vorfälle mit unbemannten Fluggeräten. (Archivbild)
DPA/Sven Hoppe, Keystone
Nur wenige Tage später kam eine Drohne einem Airbus der Aer Lingus auf dem Pariser Flughafen Charles de Gaulle sehr nahe: Sie war nur 150 Meter entfernt. (Archivbild)
Nur wenige Tage später kam eine Drohne einem Airbus der Aer Lingus auf dem Pariser Flughafen Charles de Gaulle sehr nahe: Sie war nur 150 Meter entfernt. (Archivbild)
Keystone
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Beim EuroAirport Basel-Mülhausen ist es im Sommer zu einer Fastkollision eines Easyjet-Flugzeugs mit einer Drohne gekommen. Die Schweizerische Sicherheitsuntersuchungsstelle (SUST) fordert in ihrem summarischen Bericht nun Massnahmen, um die Sichtbarkeit unbemannter Fluggeräte zu verbessern.

Der «schwere Vorfall» hatte sich am 14. Juli 2016 während eines durch das Instrumentenladensystem (ILS) stabilisierten Anflugs auf die Piste 33 des Basler Flughafens ereignet, wie es in dem am Mittwoch veröffentlichten Bericht heisst. Die weisse Drohne mit roten Lichtern kreuzte den Flugweg über der Stadt Basel in einer vertikalen Distanz von rund 10 Metern.

Nach dessen Sichtung in der Nähe des Stadions Schützenmatte sei der Flugbesatzung keine Zeit verblieben, dem sich nur langsam oder gar nicht bewegenden Objekt auszuweichen. Der Kommandant meldete die Fastkollision dem Platzverkehrsleiter des Flughafens Basel.

Zweiter Vorfall im März

Wie die SUST in ihrem Bericht weiter schreibt, war es am Flughafen Basel-Mülhausen bereits am 10. März 2016 zu einem ähnlichen Vorfall gekommen. Ein Linienflugzeug flog im Endanflug auf die Piste 15 nur knapp an einer Drohne vorbei.

Seit 2014 haben gemäss SUST die gemeldeten Vorfälle mit unbemannten Fluggeräten in der Schweiz deutlich zugenommen. Waren es zwischen 2010 und 2013 rund fünf Ereignisse pro Jahr, stieg die Zahl der Vorfälle 2014 auf 15. Im Jahr 2015 gab es 22 gemeldete Ereignissen.

2016 waren bis Ende August 28 Vorfälle registriert. Fast die Hälfte davon wurden als «schwere Vorfälle» eingestuft. Gemäss Schätzungen des Bundesamts für Zivilluftfahrt (Bazl) werden in der Schweiz rund 20'000 Drohnen für den privaten und kommerziellen Einsatz betrieben.

Kollision «nur eine Frage der Zeit»

Weil unbemannte Fluggeräte mehrheitlich nur visuell und nicht anhand von Kollisionswarngeräten erfasst werden, sei eine Kollision mit einem Verkehrsflugzeug in geringen Flughöhen «nur noch eine Frage der Zeit», heisst es im Bericht weiter. Wegen ihrer Dimension könnten vor allem Multikopter einen beträchtlichen Schaden an einem Triebwerk anrichten oder einen Brand auslösen.

Die SUST fordert in ihrem Bericht daher die schnelle Umsetzung vom zielführenden Massnahmen. Aus Sicht der Flugsicherheit würden dazu insbesondere Massnahmen zählen, welche die Sichtbarkeit unbemannter Fluggeräte sowohl für direkt Betroffenen als auch für Drittpersonen wie etwa die Flugsicherung ermöglichen. International werde etwa eine Transponderpflicht diskutiert.

SDA/ij

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