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Umstrittene Klima-Studie war falsch

Forscher der ETH Zürich und der Universität Wien haben eine Untersuchung über mögliche natürliche Ursachen der Erwärmung in der Arktis widerlegt.

Symbol für die Erwärmung: «Eisberge» in einer Bucht vor Grönland.
Symbol für die Erwärmung: «Eisberge» in einer Bucht vor Grönland.
Keystone

Die Untersuchungsergebnisse der schwedischen Forschungsgruppe hatten Anfangs Jahr Wirbel verursacht. So hatten die Forscher bekannt gegeben, dass sich die Luft in grossen Höhen deutlich stärker erwärme als in Klima-Modellen berechnet. Das Maximum der Erwärmung liege gemäss den Untersuchungen im Sommer rund drei Kilometer über der Erdoberfläche, hiess es.

Laut den Wissenschaftlern sollte dies darauf hindeuten, dass neben dem vom Menschen verursachten Klimawandel auch Schwankungen der atmosphärischen Zirkulation eine grosse Rolle spielen. Diese Ergebnisse waren in der Folge von interessierter Seite als Argument gegen den Treibhauseffekt aufgegriffen worden.

Einen entscheidenden Fehler gefunden

Wissenschafter der ETH Zürich und der Universität Wien haben diese Studie nun widerlegt. Diese Resultate, heisst es im Wissenschaftsmagazin «Nature», basieren auf einem Fehler. Die eigenartige Vertikalstruktur sei schlicht auf ein Problem des verwendeten Datensatzes zurückzuführen, wie Stefan Brönnimann vom Institut für Atmosphäre und Klima der ETH Zürich sagte.

Laut Brönnimann sind für die Studie sowohl Informationen von Satelliten als auch von Wetterballonen verwendet worden. Die komplexe Verarbeitung der Satellitendaten habe in diesem Fall zu einem Fehler geführt. So habe die direkte Temperaturmessung der Wetterballone ein Maximum der Erwärmung in Bodennähe gezeigt. Dies entspricht den Modellen, die die Erwärmung auf die steigenden Konzentrationen von Treibhausgas zurückführen. «Keine Entwarnung also», sagte Brönnimann.

AP/raa

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