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Eine giftige Maus ist das Tier des Jahres

Sie taucht, sie jagt, und ihr Biss lähmt ihre Beute. Die Wasserspitzmaus ist von Pro Natura zum «Tier des Jahres» 2016 erklärt worden.

Pro Natura hat das «Tier des Jahres» 2016 gewählt: Eine Wasserspitzmaus steht auf ihren Hinterläufen.
Pro Natura hat das «Tier des Jahres» 2016 gewählt: Eine Wasserspitzmaus steht auf ihren Hinterläufen.
Pro Natura/Fotolia, Keystone
Das Tier kann schwimmen und tauchen.
Das Tier kann schwimmen und tauchen.
Pro Natura/Prisma/DAato, Keystone
Die Maus ist bedroht: Ihr Lebensraum wird durch Pestizide und die Verbauung von Gewässern beeinträchtigt.
Die Maus ist bedroht: Ihr Lebensraum wird durch Pestizide und die Verbauung von Gewässern beeinträchtigt.
Pro Natura/Shutterstock/Erni, Keystone
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Nach dem «Fisch des Jahres» und der «Amphibie des Jahres» ist nun das «Tier des Jahres» bekannt geworden: 2016 kommt dieser Titel der Wasserspitzmaus zu. Der kleine Insektenfresser lebt an Bächen und Flüssen und erbeutet seine Nahrung tauchend und schwimmend.

Doch auch dieses Tier ist bedroht: Sein Lebensraum wird durch Pestizide und die Verbauung von Gewässern beeinträchtigt. Um auf diesen Missstand aufmerksam zu machen, hat die Naturschutzorganisation Pro Natura die Wasserspitzmaus zum «Tier des Jahres 2016» erklärt.

Lähmender Biss

Die tauchende Maus, die ihre Beute mit giftigem Biss lähmt, misst ohne Schwanz 6 bis 10 Zentimeter und wiegt 10 bis 20 Gramm. Sie ist die grösste von elf einheimischen Spitzmausarten. Ihr Pelz ist schiefergrau bis schwarz.

Mit echten Mäusen sei die Wasserspitzmaus (Neomys fodiens) trotz ihres Namens nicht näher verwandt, teilte Pro Natura am Montag mit. Während Mäuse zu den Nagetieren zählen und sich vorwiegend pflanzlich ernähren, gehören Spitzmäuse zur Ordnung der Insektenfresser. Ihre nächsten Verwandten sind Maulwürfe und Igel.

Tierische und chemische Feinde

Die Wasserspitzmaus lebt an kleinen bis mittleren Wasserläufen und stehenden Gewässern in der ganzen Schweiz. Sie bedient sich eines reichen Unterwasserbuffets – Insektenlarven, Kleinkrebse, Schnecken, Muscheln und gelegentlich auch kleine Fische gehören zur Lieblingsnahrung der Bachbewohnerin.

Der grosse Winzling frisst täglich in etwa gleich viel, wie er wiegt. Er ist rund zwölf Stunden am Tag mit der Futtersuche beschäftigt. Natürliche Ufer mit dichtem Bewuchs, unterspülten Bereichen, Baumwurzeln oder Steinblöcken bieten dem scheuen Kleinsäuger überlebenswichtige Deckung vor seinen Feinden wie etwa der Schleiereule, dem Reiher, dem Wiesel oder dem Fuchs. Die lautlose Gefahr stellen laut Pro Natura Pestizide im Wasser dar, die aus der landwirtschaftlichen Produktion in die Bäche gelangen.

SDA/dia

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