Zum Hauptinhalt springen

Musik fördert die Hirnreifung

Kreative Musiktherapie kann die Hirnentwicklung von frühgeborenen Babys fördern. Das zeigt Friederike Haslbeck, Musiktherapeutin am Inselspital Bern, mit einer Langzeitstudie.

Claudia Weiss

Intensivstation der Neugeborenenabteilung am Inselspital Bern. Hinter einer abgeschirmten Wand hat es sich ein junges ­Elternpaar auf Liegesesseln bequem gemacht, der Vater hält das eine der winzigen Zwillingsmädchen auf dem Bauch, die Mutter das andere. Musiktherapeutin Friederike Haslbeck (42) hat sich mit ihrem Instrument, einem Monochord, eingerichtet. Fein streicht sie über die Saiten und beginnt zu summen.

Und auf einmal rücken das Piepsen der Monitore und die Spitalgeräusche in den Hintergrund. Die Eltern entspannen sich, atmen tief durch und schliessen die Augen. Schon nach wenigen Minuten zeigen auch die beiden Monitore der Zwillinge, die in der 30. Schwangerschaftswoche viel zu früh auf die Welt kamen, eine bemerkenswerte Veränderung: Ihr Puls geht langsamer, die Atmung wird tiefer und ruhiger, die Sauerstoff­sättigung steigt.

Um diesen Artikel vollständig lesen zu können, benötigen Sie ein Abo.

Abo abschliessen