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Kann man Forschung wie Spitzensport betreiben?

Das Effizienzdenken an Hochschulen unterwirft die Wissenschaft der Nutzenlogik. Das tut ihr nicht gut.

Vor mehr als 350 Jahren, im Herbst 1637, erschien im holländischen Leiden ein anonymes Buch, das eine überaus harsche Kritik am Zustand der damaligen Elite-Hochschulen enthielt. Der unbekannte Verfasser nahm kein Blatt vor den Mund. Er habe die Hohen Schulen durchlaufen, darin aber vor allem leere Gelehrsamkeit, weltferne Übungen und eine trockene Schulvernunft gefunden. Besonders angewidert ist der Autor von «Überlegungen, die ein Gelehrter in seinem Studierzimmer über wirkungslose Theorien anstellt, was einzig dazu führt, dass er umso eitler wird, je weiter sie sich vom gesunden Menschenverstand entfernen». Dem anonymen Verfasser sind die Konsequenzen seiner schneidenden Kritik klar: «Daher gab ich die wissenschaftlichen Studien ganz auf.»

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