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«Kalorien sind heute so billig wie nie zuvor»

Immer mehr Vielfalt in Supermärkten und Restaurants, aber nur scheinbar Abwechslung: Der Psychologe Michael Siegrist von der ETH erklärt, warum wir immer noch zu viel Zucker und Fett konsumieren.

Das bisschen Salat dazwischen: Gerade das Essen in den Restaurants besteht immer noch aus zu wenig Früchten und Gemüse, sagt der Ernährungsbericht des Bundes. (Foto: McDonald's-Restaurant in Regensdorf, 21. August 2007)
Das bisschen Salat dazwischen: Gerade das Essen in den Restaurants besteht immer noch aus zu wenig Früchten und Gemüse, sagt der Ernährungsbericht des Bundes. (Foto: McDonald's-Restaurant in Regensdorf, 21. August 2007)

Herr Siegrist, gemäss aktuellem Ernährungsbericht des Bundesrats essen die Schweizer weniger Früchte und Gemüse und mehr Fett und Zucker. Haben all die Kampagnen seit dem Pausenapfel nichts gebracht?

Wir sehen nun die Folgen der Tatsache, dass Kalorien heute so billig sind wie nie zuvor. Vor hundert Jahren hätte man sich eine Ernährung wie heute gar nicht leisten können, gerade die Menge Fett oder Zucker, die wir heute konsumieren. Das hat ja auch nicht nur negative Konsequenzen: Die Leute werden heute grösser und älter als früher, weil sie genug zu essen haben. Aber andererseits konsumieren sie heute zu viele Kalorien, und das in unausgewogener Weise.

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