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«25'000 Franken pro Studienpatient»

Richard Herrmann, Onkologe am Unispital Basel, ist überzeugt, dass es bei klinischen Krebsstudien mehr Kontrolle braucht. Manchen Forschern fehle es an Sorgfalt und Erfahrung.

Eingefärbte Karzinomzellen: Die medikamentöse Behandlung von Krebs sei Aufgabe von Onkologen, sagt Herrmann.
Eingefärbte Karzinomzellen: Die medikamentöse Behandlung von Krebs sei Aufgabe von Onkologen, sagt Herrmann.
Keystone

Am Universitätsspital Zürich erlitt Patient Roberto A. im Rahmen einer Krebsstudie eine Gesichtslähmung. Einen Zusammenhang mit dem getesteten Medikament lehnten die Studienverantwortlichen gegenüber dem Patienten jedoch gleich zu Beginn ab (TA vom 3. und 4. Juli). Ist dies ein korrektes Vorgehen?

Ich kenne den Fall nur aus der Presse. Möglicherweise hatte die Gesichtslähmung tatsächlich nichts mit der Therapie zu tun. Bei klinischen Studien mit einem neuen Medikament ist es aber eine goldene Regel, dass solche Zwischenfälle als sogenanntes Serious Adverse Event klassifiziert und gemeldet werden müssen. Und dies muss dem Patienten auch so kommuniziert werden.

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