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«Wer beschäftigt sich schon gern mit seiner Schuld?»

Der Politologe Ned Lebow ortet trotz JFK- und Lincoln-Gedenken nur geringes Interesse an historischer Aufarbeitung in den USA.

«Die USA haben nie Druck von aussen erfahren»: Politikwissenschaftler Ned Lebow. Foto: Ronald Dick
«Die USA haben nie Druck von aussen erfahren»: Politikwissenschaftler Ned Lebow. Foto: Ronald Dick

Barack Obama hat am Mittwoch John F. Kennedys Grab besucht. Weshalb ist JFK auch 50 Jahre nach seinem Tod noch relevant? Man muss unterscheiden zwischen Kennedys Präsidentschaft und seiner Ermordung. Das Attentat war ein Schock. Es war lange her, seit letztmals ein Präsident ermordet worden war: William McKinley, 1901 von einem Anarchisten erschossen. Anschläge gegen Roosevelt und Truman waren gescheitert. Der Schock wurde 1963 noch verstärkt, weil so viele Menschen den Mord an Kennedy live am Fernsehen verfolgten. Für einen Moment schien die Ordnung im Land zusammenzubrechen.

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