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Schweiz gibt Auge des Pharao zurück

Ägypten bekommt das gestohlene Auge einer antiken Kolossalstatue des Pharao Amenophis III. von der Schweiz zurück.

Das 50 Zentimeter lange Auge einer Kolossalfigur von Pharao Amenophis III. war 1970 in einem Tempel in Luxor entdeckt worden. Zwei Jahre später wurde es während eines Brandes in der Tempelanlage gestohlen. Die Diebe hätten das Auge an einen amerikanischen Antiquitätenhändler verkauft, der es über das Auktionshaus Sotheby's an einen Deutschen versteigerte. Dies erläuterte der ägyptische Kulturminister Faruk Hosni heute in Kairo.

Schliesslich landete das Auge bei einem Schweizer Sammler, der es «in gutem Glauben» gekauft habe. Seit einigen Jahren sei es im Basler Antikenmuseum ausgestellt gewesen, sagte Museums-Vizedirektor Andrea Bignasca auf Anfrage. Das Museum habe sich nun bereit erklärt, das Auge ohne Gegenleistung zurückzugeben, sagte der Chef der ägyptischen Altertümerverwaltung, Sahi Hawass. Er hatte das Auge wiedererkannt, als er 2004 anlässlich einer Ausstellung über Tutanchamun in Basel war, und verlangte daraufhin dessen Rückgabe.

Der ägyptische Pharao Amenophis III. hatte in der Zeit von 1391 bis 1353 vor Christus die Regentschaft inne gehabe. Der Herrscher der ruhmreichen 18. Dynastie, die auch als «Neues Reich» bekannt ist, war einer der grössten Bauherren im antiken Ägypten.

SDA/raa

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