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Eine Schule fast ganz ohne Ritalin

Jedes vierte Kind an der Schule für Offenes Lernen in Liestal hat ein diagnostiziertes Aufmerksamkeitsdefizit. Die meisten kommen ohne Psychopharmaka aus, seit sie dort Schüler sind.

Beim Sport leben hyperaktive und andere Kinder in altersdurchmischten Klassen ihren Bewegungsdrang aus. Fotos: Domenico Sposato
Beim Sport leben hyperaktive und andere Kinder in altersdurchmischten Klassen ihren Bewegungsdrang aus. Fotos: Domenico Sposato

Raffael (14) findet, er sei ein Besserwisser, Tobias (12) kann sich «nicht sehr gut konzentrieren», Michael (15) ist manchmal «etwas zu langsam und ruhig», Florian (14) redet sehr viel, «das nervt ­bestimmt manchmal». So beschreiben sich in einer Schülerzeitung vier Kinder, die dieses Schuljahr neu an der Schule für Offenes Lernen (SOL) angefangen haben. In den Selbsteinschätzungen klingen Eigenschaften an, die ihnen im Schulalltag Schwierigkeiten bereiten könnten. Doch ob sie hochbegabt oder langsam sind, spielt hier keine Rolle. Teils haben sie auch eine psychiatrische Diagnose wie Asperger-Syndrom oder ADHS (Aufmerksamkeitsdefizit-Hyper­aktivitätsstörung). Aber auch das interessiert an dieser Schule eigentlich niemanden: «Solche Kategorien sind bei uns schnell vergessen», sagt Schulleiter Matthias Held.

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