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Die wichtigsten Fragen und Antworten zum Coronavirus

Wie gefährlich ist das Virus? Muss man sich in der Schweiz Sorgen machen?

Grippe oder Covid-19: Ein Arzt entnimmt einer Patientin einen Speichelabstrich. Foto: Moritz Hager (Keystone)
Grippe oder Covid-19: Ein Arzt entnimmt einer Patientin einen Speichelabstrich. Foto: Moritz Hager (Keystone)

Wie gefährlich ist das ­Coronavirus?

Rund 80 Prozent der Krankheitsfälle verlaufen mild. Es gibt sogar Menschen, die sich anstecken und selbst gar nicht erkranken. Nur etwa 15 bis 20 Prozent der Krankheitsfälle verlaufen schwer. Die Todesrate liegt in China bei rund 2 Prozent, ausserhalb Chinas ist sie tiefer. Je nach Studie schwanken die Zahlen. Die Todes­rate liegt momentan zwischen1 und 2 Prozent und damit höher als bei der saisonalen Grippe. Sars hatte im Vergleich dazu mit 10 Prozent eine deutlich höhere Todesrate.

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Welche Symptome hat man?

Die Inkubationszeit dauert zwischen einem Tag und zwei Wochen, in den meisten Fällen sind es um die fünf Tage. Bei milden Verläufen haben die Betroffenen Symptome wie bei einer Erkältung oder einem grippalen Infekt. Man fühlt sich zu Beginn allgemein etwas unwohl, ist müde, hat vielleicht etwas Fieber. Hinzu kommt ein häufig trockener Husten.

Halsweh und Schnupfen sind bei Covid-19 etwas seltener, lassen also eher auf eine gewöhnliche Erkältung schliessen. Selten treten auch noch Durchfall oder Kopfschmerzen auf. Ganz milde Fälle können praktisch symptomlos verlaufen, man fühlt sich vielleicht etwas abgeschlagen. In milden Fällen ­halten die Symptome einige Tage an, dann fühlt man sich wieder besser.

Ein Medikament gegen Ebola scheint auch bei Covid-19 wirksam zu sein.

Bei schweren Verläufen entwickeln die Patienten nach den Anfangssymptomen eine virale Lungenentzündung, haben starken Husten, Atemnot, teilweise hohes Fieber. Virale Lungenentzündungen können die Ärzte nicht mit Antibiotika behandeln, sondern nur die Symptome lindern. Im Moment laufen mehrere Studien mit dem antiviralen Medikament Remdesivir, das eigentlich gegen Ebola entwickelt worden ist, aber auch bei ­Covid-19 wirksam zu sein scheint.

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Für wen ist das Virus am gefährlichsten?

Am gefährdetsten sind ältere Menschen mit Vorerkrankungen. Die meisten Todesopfer sind über 60 Jahre alt. Bei den über 80-Jährigen steigt die Todesrate laut den neusten Zahlen aus China auf knapp 15 Prozent. Vor allem Menschen mit Herz-Kreislauf-Erkrankungen und Diabetes zeigen schwerere Verläufe.

Kinder erkranken kaum und wenn nicht schwer. Sorgen muss man sich um seine Kinder also kaum, auch wenn die Schule oder der Kindergarten nicht schliesst. Wenn es zu einem lokalen ­Ausbruch kommt, sollte man im privaten Umfeld eher an den Schutz der älteren Menschen, also der Grosseltern, denken.

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Wie unterscheidet sich ­Covid-19 von einer Grippe?

Die Symptome der beiden Krankheiten sind sehr ähnlich und deshalb vor allem im frühen Stadium schwierig zu unterscheiden. Allerdings beginnt eine Influenza in vielen Fällen recht plötzlich, und man fühlt sich schnell sehr krank. Auch Muskel- und Kopfschmerzen sind eher bei einer Grippe typisch, allerdings kann auch eine Influenza von einem trockenen Husten begleitet sein, und als Komplikation kann auch ein Grippekranker eine Lungenentzündung entwickeln. Klarheit bringt nur ein Labortest, welcher Erreger tatsächlich die Symptome verursacht.

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Warum macht das neue ­Coronavirus den Experten im Moment mehr Sorgen als die saisonale Grippe?

Es sterben prozentual mehr Menschen an Covid-19 als an der saisonalen Grippe. Noch ist nicht ganz klar, wie hoch die Todes­rate bei der neuen Erkrankung tatsächlich ist. Die neusten Zahlen aus China zeigen eine Sterblichkeit von rund 2 Prozent in China. Ausserhalb von China liegt dieser Wert aber tiefer.

Gegen die Grippe kann man sich impfen, gegen das Coronavirus noch nicht.

Weil die genauen Fallzahlen noch nicht bekannt sind, lässt sich jedoch noch nicht mit Sicherheit einschätzen, wie hoch die Sterb­lichkeit tatsächlich ist, vor allem weil man auch nicht alle milden Verläufe entdeckt. Weil das Virus neu ist, gibt es allgemein noch mehr Unsicherheiten als bei der saisonalen Grippe.

Weil wir mit der Grippe von klein auf in ­Kontakt kommen, haben viele Menschen zumindest eine gewisse Immunität gegen diese ­Viren. Beim neuen Coronavirus ist das anders. Gegen die Grippe kann man sich, gerade wenn man zu einer Risikogruppe gehört, mit einer Impfung schützen, gegen das Coronavirus noch nicht. Die meisten Experten gehen davon aus, dass sich eine Ausbreitung der Krankheit in der Schweiz nicht mehr verhindern lässt.

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Was muss ich tun, wenn ich vermute, dass ich das neue Coronavirus habe?

Nehmen Sie auf jeden Fall zuerst telefonisch mit ihrem Arzt Kontakt auf. Gehen Sie nicht in die Arztpraxis oder den Notfall des nächstgelegenen Spitals. Das ­Risiko, dort andere Menschen anzustecken, wäre zu gross. Die Arztpraxis oder der ärztliche Notfalldienst informieren Sie über die weiteren Schritte.

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Wie kann ich mich schützen?

Im Prinzip gibt es laut Bundesamt für Gesundheit drei Regeln: 1. Meiden Sie den Kontakt mit Menschen mit Atembeschwerden oder Husten. 2. Niesen oder husten Sie in ein Papiertaschentuch oder in die Armbeuge. 3. Waschen Sie regelmässig die Hände mit Wasser und Seife oder ­verwenden Sie ein Desinfektionsmittel. Letzteres ist die stärkste Waffe gegen eine Ansteckung: Das Infektionsrisiko durch Viren und Bakterien lässt sich durch korrektes Händewaschen um bis zu 99,9 Prozent verringern.

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