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Das müssen Hundehalter wissen

In Hongkong werden derzeit mehrere Hunde von Corona-Patienten untersucht. Auch das BAG beantwortet die Frage eines Tierhalters.

Eine Übertragung des Coronavirus zwischen Hunden und Menschen gilt als unwahrscheinlich. Dennoch raten Experten zu Vorsichtsmassnahmen. Bild: Keystone
Eine Übertragung des Coronavirus zwischen Hunden und Menschen gilt als unwahrscheinlich. Dennoch raten Experten zu Vorsichtsmassnahmen. Bild: Keystone

In Hongkong wollen die Behörden den Hund eines Coronavirus-Patienten untersuchen, um herauszufinden, ob es sich möglicherweise um die erste Übertragung des Erregers von Mensch zu Tier handelt. Der Hund war «schwach positiv» getestet worden, teilten die Behörden mit.

Es gebe bislang keinen Beleg dafür, dass Haustiere eine Infektionsquelle sein könnten. Auf der Internetseite der Weltgesundheitsorganisation heisst es, es gebe bisher keinen Beweis dafür, dass Haustiere mit dem Coronavirus infiziert werden können. Andere Gesundheitsexperten halten das zwar für möglich, aber zugleich für unwahrscheinlich, dass Haustiere das Virus weiter verbreiten.

Die Gesellschaft zum Schutz von Tieren in Hongkong betont, dass es nicht dasselbe sei, angesteckt und ansteckend zu sein. Wer mit dem Virus infiziert ist, ist also nicht zwingend eine Gefahr für sein Tier und umgekehrt. Dennoch haben die Behörden von Hongkong die Menschen dazu aufgefordert, ihre Haustiere nicht zu küssen, wie der «Guardian» berichtet.

BAG: «Hunde dürfen nur kurz nach draussen»

Dem Bundesamt für Gesundheit zufolge sollen Halter den Kontakt zu ihren Tieren möglichst vermeiden. Hunde dürften nur angeleint und kurz nach draussen, schreibt die Behörde auf Twitter in einer Antwort auf die Frage, was Hundehalter tun sollen, die sich in Quarantäne befänden.

Wissenschaftler hatten in Hongkong schon mehrere Haustiere von Covid-Patienten untersucht. Beim infizierten Hund, einem Spitz, wurde der Erreger lediglich in Nase und Schnauze gefunden. Dass der Test im Lauf von fünf Tagen mehrfach anschlug, spricht für eine leichte Infektion des Tiers. Es weist allerdings keine Krankheitsanzeichen auf. Ob es zu einem späteren Zeitpunkt noch erkranken kann, lässt sich derzeit noch nicht absehen.

Ebenso unklar ist, ob der Hund den Erreger an andere Tiere oder Menschen weitergeben kann. Jonathan Ball, Virologe der University of Nottingham, bezweifelt, dass der Hund das Virus verbreiten kann, da er nur eine sehr geringe Virusmenge aufwies. «Wir müssen mehr herausfinden, aber wir brauchen nicht in Panik zu geraten», sagt er.

2003: Hunde und Katzen mit Sars

Daniella Dos Santos, Präsidentin der britischen Veterinärvereinigung, wies darauf hin, dass auch während des Sars-Ausbruchs 2003 einige Katzen und Hunde positiv getestet wurden, ohne dass von ihnen weitere Infektionen ausgingen.

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Die Weltorganisation für Tiergesundheit kommentiert: «Es gibt keinen Nachweis, dass Hunde eine Rolle beim Verbreiten der Krankheit spielen, oder krank werden.» Infizierten Hundehaltern rät die Organisation als reine Vorsichtsmassnahme, dem Tier fernzubleiben. Wenn dies nicht möglich ist, sollten sie vor und nach jedem Kontakt ihre Hände waschen und gegebenenfalls eine Gesichtsmaske tragen. Der Spitz in Hongkong befindet sich unterdessen in Quarantäne.

(REUTERS)

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