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Wende bei ThyssenKrupp - Bestes Ergebnis seit sieben Quartalen

Essen Wende beim grössten deutschen Stahlkonzern ThyssenKrupp: Nach einem Milliarden-Verlust im Vorjahr hat das Traditionsunternehmen aus dem Ruhrgebiet die Wirtschaftskrise endgültig abgehakt.

Im dritten Quartal des Geschäftsjahrs 2009/10, das im September endet, erwirtschaftete das Unternehmen das beste Ergebnis seit sieben Quartalen. Der Vorsteuergewinn lag bei 414 Mio. Euro, im vergleichbaren Zeitraum des Vorjahres hatte das Unternehmen noch einen Verlust von 772 Mio. Euro eingefahren. Der Umsatz stieg im Vergleich zum Vorjahreszeitraum - der von der Wirtschaftskrise schwer belastet war - um gut einen Viertel auf 11,7 Mrd. Euro. Alle wichtigen Sparten machten Gewinn, auch das lange defizitäre Edelstahl-Geschäft, wie ThyssenKrupp am Freitag mitteilte. Nachdem das Unternehmen im Geschäftsjahr 2008/09 mit einem Verlust von 2,3 Mrd. Euro tief in die roten Zahlen gerutscht war, zeigte sich Konzernchef Ekkehard Schulz nun optimistisch. An der Kapazitätsgrenze Vor dem Hintergrund einer kräftigen Erholung bei wichtigen Abnehmerbranchen wie dem Automobil- und Maschinenbau kündigte das Unternehmen für 2009/10 ein Vorsteuer-Ergebnis im «mittleren bis höheren dreistelligen Millionen-Bereich» an. Nach neun Monaten lag dieser Wert bereits bei 923 Mio. Euro. Allerdings erwartet Schulz im laufenden Quartal eine schwächere Entwicklung. Dafür macht er die Sommerpause verantwortlich, zudem fallen nun die Anlaufverluste für neue Werke in Brasilien und den USA an. Die Produktion dort hat im Juli begonnen. Dank der überraschend hohen Nachfrage arbeiten die Stahlwerke von ThyssenKrupp bereits wieder an der Kapazitätsgrenze. Seit Mai gibt es in den Hütten keine Kurzarbeit mehr. Zudem gelang es dem Konzern, höhere Preise durchzusetzen. Die gestiegenen Rohstoffkosten seien vollständig kompensiert worden, hiess es.

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