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US-Firmenchef verzichtet für Angestellte auf seinen Lohn

Solche Chefs wünscht man sich: Der Leiter eines Bezahldienstes erhöht den Mindestlohn seiner Angestellten massiv. Die Mehrkosten bezahlt er mit seinem Salär.

Ein Internetvideo eines jungen Unternehmers sorgt derzeit in den USA für Wirbel: Dan Price, 30-jähriger Chef des Bezahldienstes Gravity Payments, kündigt darin seinen 120 Angestellten unter donnerndem Applaus an, einen jährlichen Mindestlohn von 70'000 Dollar (67'400 Franken) einzuführen. Sein eigenes Gehalt werde er reduzieren. Das Video taucht zu einem Zeitpunkt auf, zu dem in den USA verstärkt über Lohnungleichheiten debattiert wird.

Der langhaarige Jungunternehmer erklärt in dem am Montag aufgenommenen Video mit hochgekrempelten Ärmeln, dass die Löhne bei Gravity Payments in den kommenden drei Jahren schrittweise angehoben werden. Sie liegen derzeit bei im Schnitt 48'000 Dollar jährlich. Um die bessere Bezahlung zu finanzieren, wolle er selbst sein Gehalt drastisch reduzieren – von einer Million auf 70'000 Dollar, sagte Price. Sein Gehalt sei «wirklich sehr hoch gewesen», gab er zu.

Hillary Clinton prangert Steuermoral an

Price stammt aus einer ländlichen Gegend im Bundesstaat Idaho und hat vier Geschwister. Er ist für seinen einfachen Lebensstil bekannt, fährt einen zwölf Jahre alten Audi und lebt in einer 3-Zimmer-Wohnung in Seattle.

In den Vereinigten Staaten wird derzeit verstärkt über die Ungleichheit der Gehälter diskutiert. Auch Präsidentschaftskandidatin Hillary Clinton hatte die Thematik am Dienstag an der New Yorker Wallstreet aufgegriffen und die schwache Steuermoral von Fonds-Verwaltern bemängelt. Letztere hatten im vergangenen Jahr so viel verdient wie nie zuvor. Allein der Chef der US-Investmentgesellschaft Blackstone, Stephen Schwarzman, strich 690 Millionen Dollar ein – was knapp zwei Millionen Dollar pro Tag entspricht.

AFP/hvw

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