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Weberei verlagert nach Frankenschock Arbeitsplätze

In St. Gallen zeigen sich die ersten Folgen des starken Frankens: Die Weberei Meyer-Mayor zügelt mit einem Teil der Produktion nach Österreich.

fko
«Dann kann Euro - Euro verrechnet werden»: Produktionsgebäude von Meyer-Mayor in Neu St. Johann.
«Dann kann Euro - Euro verrechnet werden»: Produktionsgebäude von Meyer-Mayor in Neu St. Johann.
Keystone

Die Weberei Meyer-Mayor in Neu St. Johann SG ist seit 2013 eine Tochter der Getzner Textil AG mit Sitz in Bludenz, im Vorarlberg. Nun wird wegen des hohen Frankenkurses ein Teil der Produktion vom Toggenburg nach Vorarlberg verlagert. Wie viele Arbeitsplätze verloren gehen, ist noch nicht bekannt.

Die Weberei Meyer-Mayor produziert Küchenwäsche mit dem Label Swiss made, stellt aber auch technische Gewebe her, die für Segel oder Hüllen für Gas- oder Heissluftballons verwendet werden.

Nun wird die Produktion der technischen Gewebe in eine Getzner-Weberei in Vorarlberg verlagert. «Dann kann Euro - Euro verrechnet werden», begründete Firmenchef André Meyer den Schritt gegenüber der Nachrichtenagentur SDA.

Die Herstellung der Gewebe für die Küchenwäsche wird von einer anderen Getzner-Weberei in Russikon ZH übernommen. So können diese Produkte weiterhin unter Swiss made verkauft werden.

Arbeitsplätze gehen verloren

In Neu St. Johann verbleiben noch die Produktentwicklung, die Konfektionierung, die Lagerhaltung, aber auch der Vertrieb und der Versand der Küchenwäsche. Bisher wurden dort 29 Mitarbeiter beschäftigt. Durch die Produktionsverlagerungen gingen einige Arbeitsplätze verloren, heisst es in einem Communiqué der Meyer-Mayor AG vom Donnerstag.

Es sei noch nicht klar, wie viele Angestellte es in Neu St. Johann treffen werde, erklärte Meyer. Offen sei beispielsweise, ob spezialisierte Mitarbeiter nach Vorarlberg wechseln wollten, aber auch, wie gross dort der Bedarf sei. Klar ist, dass Maschinen über die Grenze gezügelt werden.

In Neu St. Johann wird damit zwar der Betrieb weitergeführt. Eine eigentliche Weberei gibt es dort künftig aber nicht mehr. Am Standort sei seit 1862 gewebt worden, damit gehe auch eine 153-jährige Geschichte zu Ende, bestätigte Meyer. Er führte die Meyer-Mayor AG in der sechsten Generation, verkaufte das Unternehmen dann auf 2013 mangels Nachfolge an die Getzner Textil AG.

(SDA)

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