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Skywork-Gläubiger warten auf den April

Die rund tausend geschädigten Flugticketkäufer müssen warten. Sie erhalten im April Klarheit, ob sie etwas aus der Konkursmasse erhalten.

Wann der Konkursfall Skywork endgültig abgeschlossen werden kann, ist schwer zu sagen.
Wann der Konkursfall Skywork endgültig abgeschlossen werden kann, ist schwer zu sagen.
Archiv/Raphael Moser

Das Konkursverfahren bei Skywork zieht sich hin. Die Gläubiger der im August 2018 gescheiterten Berner Fluggesellschaft sollen im kommenden April erfahren, welche Forderungen die Konkursverwaltung anerkennt. Sobald dieser sogenannte Kollokationsplan erstellt worden ist, wird «zu gegebener Zeit» eine erste Schätzung der zu erwartenden Konkursdividende bekannt gegeben, wie das Konkursamt Bern-Mittelland am Montag mitteilte. Bis dahin müssen die Gläubiger also warten, um abschätzen zu können, mit wie viel Geld sie aus der Konkursmasse noch rechnen können.

Privilegiert sind die Lohnforderungen der rund 130 Mitarbeitenden von Skywork, die beim Grounding Ende August 2018 ihre Stelle verloren haben. Dagegen müssen sich die Lieferanten mit offenen Rechnungen und mehrere Hundert Ticketkäufer, deren Flüge nicht mehr durchgeführt wurden, auf grosse Abstriche bei ihren Forderungen einstellen.

Gegen Doppelprofiteure

Das Verfahren nehme wegen der Komplexität und der hohen Zahl von rund tausend Gläubigern viel Zeit in Anspruch, erklärt die Konkursverwaltung. Komplex ist die Situation insbesondere bei den Tickets. So klärt die Konkursverwaltung einzeln ab, ob die Käufer von Versicherungen entschädigt worden sind oder ihr Geld von Kreditkartenfirmen zurückerhalten haben. Wer doppelt profitieren will, macht sich strafbar.

Das Konkursamt hatte vor einem Jahr die Gläubiger aufgefordert, ihre Forderungen bis Ende Februar 2019 zu melden. Zur Bearbeitung wurden das Personal aufgestockt und Experten von Wenger-Plattner engagiert. Diese Kanzlei war bereits bei den Konkursverfahren der Fluggesellschaften Swissair und Swisswings tätig. Wegen des zusätzliche Personals steigen zwar zunächst die Kosten. Das Verfahren soll aber dadurch schneller und damit insgesamt günstiger abgeschlossen werden können.

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