Zum Hauptinhalt springen

Sieben Kantonalbanken trotzen der Finma

Kategorie 2, 3 oder 4 im Steuerprogramm? Einige Kantonalbanken wollen ungeschoren aus dem Streit mit der US-Justiz davonkommen – und handeln entgegen einer Empfehlung der Finanzmarktaufsicht.

Die verwendeten Formulierungen gleichen sich praktisch aufs Wort. «US-Kunden standen nie im geschäftspolitischen Fokus», schreibt etwa die Graubündner Kantonalbank, die sich zusammen mit acht weiteren Kantonalbanken in die Kategorie 2 des US-Programms einteilen lässt und somit eine Busse in Kauf nimmt. Das Institut versteht den Schritt als Vorsichtsmassnahme. In aufeinander abgestimmten Communiqués haben heute zahlreiche Kantonalbanken ihre Strategie zur Beilegung des Steuerstreits mit den USA bekannt gegeben.

Abklärungen hätten ergeben, dass «einzelne dieser Kunden möglicherweise ihre Steuerpflichten gegenüber den USA nicht ordnungsgemäss erfüllt haben», schreibt die Graubündner Kantonalbank. Praktisch identisch tönt es bei der Nidwaldner Kantonalbank. Sie könne nicht ausschliessen, vereinzelt in mögliche Steuerdelikte ihrer Kunden miteinbezogen zu werden. Man habe sich mit dem Gang in die Kategorie 2 für eine verantwortungsvolle Umsetzung des US-Programms zur Bereinigung des Steuerstreits entschieden.

Um diesen Artikel vollständig lesen zu können, benötigen Sie ein Abo.