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Roche kauft Firma für Diagnostik von Gebärmutterhalskrebs

Der Basler Pharma-Konzern Roche übernimmt die deutsche mtm laboratories AG. Das Unternehmen ist weltweit in der Entwicklung und Herstellung von In-Vitro-Diagnostika tätig.

Roche ist bereits führender Anbieter im Bereich In-Vitro-Diagnostik: Ein Labor in Basel.
Roche ist bereits führender Anbieter im Bereich In-Vitro-Diagnostik: Ein Labor in Basel.
Keystone

Der Basler Pharmakonzern Roche bringt sich in Stellung im Markt für Gebärmutterhalskrebs-Diagnostik. Er kauft das deutsche Unternehmen mtm laboratories AG, das weltweit in der Entwicklung und Herstellung von In-Vitro-Tests tätig ist.

Mtm wird Teil der Geschäftseinheit Roche Tissue Diagnostics (Ventana Medical Systems) werden, wie Roche mitteilt. Die Vereinbarung zur Übernahme sei unterzeichnet. Gemäss dem Vertrag bezahlt Roche 130 Millionen Euro an die Gesellschafter von mtm. Erfolgsabhängig folgt später allenfalls eine weitere Zahlung von 60 Millionen Euro.

Das grösste Marktsegment

Mtm laboratories AG ist nicht börsenkotiert und hat den Sitz in Heidelberg. Das Unternehmen sei führend in der Entwicklung von In- Vitro-Tests mit Schwerpunkt auf Früherkennung und Diagnose von Gebärmutterhalskrebs, schreibt Roche. Diese sei gleichzeitig das grösste Marktsegment für die Früherkennung im Bereich der Onkologie.

Durch die Übernahme erweitert die Roche, nach eigenen Angaben bereits heute führende Anbieterin von In-Vitro-Diagnostik, ihr Portfolio im Bereich der Diagnostik von Gebärmutterhalskrebs. Von der zytologischen Untersuchung bis zur histologischen Diagnose könne Roche nun alles anbieten, heisst es in der Medienmitteilung.

Weitere Krebsarten nachweisen

Unter anderem hat mtm einen Test zum Nachweis von Krebsvorstufen im Gebärmutterhals entwickelt. Dieser erkennt die Überproduktion eines bestimmten Gens, p16, das an der Tumorunterdrückung in den Zellen beteiligt ist.

Neben der Bedeutung von p16 in der Gebärmutterhalskrebs- Diagnostik gebe es erste Hinweise darauf, dass p16 auch bei anderen Krebsarten einen klinischen Nutzen haben könnte, schreibt Roche. Etwa bei Krebs im After- und Genitalbereich, Kopf- und Halskrebs, Lungenkrebs oder Brustkrebs erhofft sich Roche Fortschritte.

HBM Bioventure verdient 47 Millionen

Die Transaktion wird voraussichtlich in den kommenden Wochen abgeschlossen werden. Einer der bisherigen Investoren von mtm ist die ebenfalls in der Schweiz börsenkotierte Beteiligungsgesellschaft HBM Bioventure. Durch den Verkauf von mtm erhalte sie einen Barerlös von 47 Millionen Euro, schreibt HBM Bioventure in einer separaten Mitteilung.

SDA/rub

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