Zum Hauptinhalt springen

Nonnen verklagen Joe Ackermann

Irische Nonnen haben die Deutsche Bank und die US-Bank Morgan Stanley wegen Verlusten in Millionenhöhe während der Finanzkrise verklagt. Diese hätten «absichtlich oder fahrlässig» gehandelt.

Von Geistlichen attackiert: Deutsche-Bank-Chef Joe Ackermann.
Von Geistlichen attackiert: Deutsche-Bank-Chef Joe Ackermann.
AFP

Der Schwesternorden gehört gehören zu einer Gruppe von insgesamt 88 Investoren, die die Banken beschuldigen, ihre vertraglichen Verpflichtungen bei Wertpapiergeschäften nicht erfüllt zu haben, wie die britische Anwaltskanzlei Stewarts Law am Donnerstag in London mitteilte. Die Banken hingegen hätten profitiert. Die Klage des Ordens namens Sisters of Charity of Jesus and Maria und Holy Faith Sisters sei am Dienstag bei einem Londoner Gericht eingereicht worden.

Die Investoren hatten die Wertpapiere - die sich an Anleihen der Dresdner Bank anlehnten - im Wert von rund 5,9 Millionen Euro im Jahr 2005 gekauft. Morgan Stanley hatte sich laut der AFP vorliegenden Klageschrift verpflichtet, sie im Falle eines Wertverlustes der Anleihen zu verkaufen, tat dies demnach aber mit so grosser Verspätung, dass die Investoren einen Verlust von rund fünf Millionen Euro erlitten. Die US-Bank und ihre europäische Tochter Saturn Investments Europe hätten "absichtlich oder fahrlässig" versäumt, die Wertpapiere zu verkaufen, als die Anleihen im Januar 2009 auf Ramschstatus fielen.

Erst als sich die Anleihen wieder erholten, veräusserten die Banken im Juni 2009 die Wertpapiere. Mit den Gebühren habe Morgan Stanley mindestens 11,2 Millionen Dollar (8,6 Millionen Euro) verdient, heisst es in der Klageschrift. Die Deutsche Bank, geführt vom Schweizer Joe Ackermann, sei in geringerem Masse involviert, sie habe bei dem Geschäft geholfen.

Dieser Artikel wurde automatisch aus unserem alten Redaktionssystem auf unsere neue Website importiert. Falls Sie auf Darstellungsfehler stossen, bitten wir um Verständnis und einen Hinweis: community-feedback@tamedia.ch