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Nationalbank mit Milliardenverlust

Die Schweizerische Nationalbank SNB weist für das erste Halbjahr 2010 einen grossen Verlust aus. Dieser ist kleiner als erwartet, hat jedoch eine klare Ursache.

Muss komplexe Devisenschwankungen korrigieren: SNB-Präsident Philipp Hildebrand.
Muss komplexe Devisenschwankungen korrigieren: SNB-Präsident Philipp Hildebrand.
Keystone

Dank einem Gewinn aus dem Stabilisierungsfonds für die Grossbank UBS in der Höhe von 1,3 Milliarden Franken weist das Institut unter dem Strich einen Verlust von 2,8 Milliarden Franken aus, wie die SNB am Freitag mitteilte.

Die SNB erwartete im Juli einen Halbjahresverslust von 4 Milliarden Franken. In diesem Betrag war der Gewinn aus dem Stabilisierungsfonds aber noch nicht berücksichtigt. In der Vorjahresperiode hatte die SNB einen Gewinn von 5,2 Milliarden Franken eingefahren. Zum Verlust von 2,8 Milliarden Franken führte insbesondere die starke Aufwertung des Frankens: Die Wechselkursverluste betrugen 14,3 Milliarden Franken, wie es hiess.

Goldpreis stieg deutlich

Der Euro verlor im ersten Semester gegenüber dem Franken 10,7 Prozent an Wert. Der Dollar stieg demgegenüber seit Jahresbeginn um 4,7 Prozent. Den Verlusten durch Wechselkurse stehen Zins- und Dividendenerträge sowie Kursanstiege und Kapitalgewinne von 3,1 Milliarden Franken gegenüber.

Der Goldpreis stieg vor allem im zweiten Quartal deutlich, was zu einer Aufwertung des Goldbestandes um 6,8 Milliarden Franken führte. Die Nationalbank halte unvermindert 1040 Tonnen Gold als Währungsreserve, hiess es weiter. Der Kilopreis notierte am Semesterende bei 43'267 Franken.

SDA/sam

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