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Mit 320 km/h von Zürich nach Bern

Um die Reisezeit zwischen den beiden Städten auf 30 Minuten zu halbieren, ist gemäss einer Studie keine durchgängig neue Strecke notwendig.

Ein Hochgeschwindigkeitszug für die Schweiz? Ein TGV im Bahnhof von Bern.
Ein Hochgeschwindigkeitszug für die Schweiz? Ein TGV im Bahnhof von Bern.
Keystone

Wie der «Sonntag »berichtet, liegt erstmals ein detailliertes Konzept für eine neue SBB-Schnellverbindung Zürich–Bern vor. Die Reisezeit würde sich dank Geschwindigkeiten von bis zu 320 km/h auf rund 30 Minuten halbieren. Dazu ist es nicht nötig, zwischen den beiden Städten eine durchgängig neue Strecke zu bauen.

Es reicht, eine neue Linie auf dem Abschnitt Zürich Altstetten–Roggwil BE zu legen. Ab Roggwil würden die Züge die bestehende Bahn-2000-Strecke Rothrist–Mattstetten benützen. «Entgegen früheren Angaben eignet sich Rothrist–Mattstetten für erheblich mehr als 200 km/h», heisst es in der Studie, die der SBB-Führung, dem Bundesamt für Verkehr sowie den Kantonen Aargau und Bern vorgestellt worden ist.

Erstellt wurde sie von unabhängigen Bahnfachleuten: Von ETH-Ingenieur Jürg Perrelet und von Bahnexperte Hans Bosshard. Sie haben eine detaillierte Linienführung ausgearbeitet, die der «Sonntag» publik gemacht hat.

Dem Bahnnetz droht eine eine Abkoppelung vom Ausland

Ulrich Gygi, der Verwaltungsratspräsident der SBB, reagiert positiv auf das Konzept. «Die vorgeschlagene Linienführung scheint attraktiv», sagt er in einem Interview mit dem «Sonntag». Die Politik müsse prüfen: «Soll die Bahn in den nächsten 20 Jahren einzig auf Kapazitätsausbau setzen – oder soll sie künftig auch schneller fahren? Darauf braucht es im Rahmen des Projekts Bahn 2030 eine Antwort.»

Weiter sagt Gygi: «Wir dürfen die internationale Perspektive nicht ausser Acht lassen: In Frankreich, Italien und Deutschland gibt es Hochgeschwindigkeitsstrecken, die bis an die Landesgrenze führen – wir sollten uns nicht völlig abkoppeln.»

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