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Microsoft mit Gewinneinbruch

Wenige Tage vor dem Verkaufsstart des neuen Betriebssystems Windows 8 muss Microsoft einen Rückschlag hinnehmen. Das aktuelle Windows 7 verkauft sich nur noch schwer. Zudem schwächelt der PC-Markt.

Der Softwarekonzern Microsoft hat einen Gewinneinbruch für das vergangene Quartal vermeldet. Hintergrund der Entwicklung sei die Kaufzurückhaltung vor der für kommende Woche geplanten Veröffentlichung des neuen Betriebssystems Windows 8, teilte der US-Softwarekonzern mit.

Deswegen sei der Konzernumsatz im ersten Geschäftsquartal (Juli bis September) um 8 Prozent auf 16,0 Milliarden Dollar (14,8 Milliarden Franken) zurückgegangen. Der Gewinn schrumpfte um 22 Prozent auf 4,5 Milliarden Dollar, wie das Unternehmen in Redmond im US-Bundesstaat Washington mitteilte.

Aktie gibt nach

Analysten hatten bereits damit gerechnet, dass viele Kunden auf das neue Windows 8 warten oder gleich ganz auf die Neuanschaffung eines PCs zugunsten mobiler Geräte wie Tablet-Computer oder Smartphones verzichten. Doch mit einem derart starken Rückgang beim Umsatz hatten die Experten nicht gerechnet. Die Aktie fiel nachbörslich um 2 Prozent.

«Der Start von Windows 8 ist der Beginn einer neuen Ära für Microsoft», sagte Konzernchef Steve Ballmer. Es ist die wichtigste Neuvorstellung seit vielen Jahren: Zusammen mit dem PC- Betriebssystem kommen eine Version für Smartphones und eine für Tablet-Computer heraus.

Bei den mobilen Geräten hinkt Microsoft bislang hinterher. Deshalb hängt so viel von Windows 8 ab. Das Markenzeichen des Betriebsystems sind verschieden grosse bunte Farbflächen zum Starten von Programmen – ideal zum Antippen auf berührungsempfindlichen Bildschirmen. Windows 8 erscheint am 26. Oktober.

Gewinn im Windows-Geschäft halbiert

Parallel kommen auch abgestimmte neue Versionen der Office-Büroprogramme, von Server-Software und des Browsers Internet Explorer heraus. «Die Investitionen, die wir über eine Reihe von Jahren gemacht haben, fügen sich nun ineinander», sagte Ballmer. Er versprach aussergewöhnliche Geräte und Services.

Doch zunächst musste Ballmer den Anlegern ein kräftiges Schrumpfen des Windows-Geschäfts beibringen: Der Umsatz der Sparte fiel um ein Drittel, der Gewinn halbierte sich sogar. Auch in der sogenannten Business Division mit den Office-Programmen kam etwas weniger heraus. Es sind Microsofts wichtigste Standbeine.

Als Geldverbrennungsmaschine erwies sich wie schon in den Quartalen zuvor das Internet-Geschäft rund um die Suchmaschine Bing und das Portal msn.com. Hier verlor Microsoft unter dem Eindruck der starken Konkurrenz durch Marktführer Google operativ 364 Millionen Dollar. Das Geschäft rund um die Spielekonsole Xbox warf einen kleinen Gewinn von 19 Millionen Dollar ab.

sda/dapd/rub

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