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Marchionne war seit über einem Jahr in Behandlung

Der langjährige Fiat-Chef ist am Unispital Zürich nach einer Operation verstorben. Jetzt meldet sich das Spital erstmals zu Wort.

Marchionne war über ein Jahr lang in Behandlung: Der Haupteingang des Universitätsspitals in Zürich.
Marchionne war über ein Jahr lang in Behandlung: Der Haupteingang des Universitätsspitals in Zürich.
Arnd Wiegmann, Reuters

Sergio Marchionne hat sich vor seinem Tod über ein Jahr lang immer wieder im Universitätsspital Zürich (USZ) behandeln lassen. Das Spital bestätigte am Donnerstag, dass der langjährige Fiat-Chrysler-Chef Patient am USZ war. Es reagierte damit auf diverse Medienberichte.

Das Spital schrieb in der Mitteilung von einer «schweren Erkrankung». Obwohl sämtliche Möglichkeiten der Spitzenmedizin ausgeschöpft worden seien, sei Marchionne leider verstorben. «Wir bedauern seinen Tod ausserordentlich und drücken der Familie unser tiefstes Beileid aus.»

Arztgeheimnis

Am Mittwoch hatte Fiat den Tod des 66-jährigen italo-kanadischen Managers bekannt gegeben. Nach einer Schulteroperation sei es zu unerwarteten Komplikationen gekommen, die sich verschlechtert hätten, hatte es in einer ersten Begründung geheissen. Medien berichteten später, Marchionne habe an einer Krebserkrankung gelitten, operiert worden sei er wegen eines Sarkoms an der Schulter.

Sergio Marchionne verstarb im Alter von 66 Jahren. (Archivbild, 2. Dezember 2017)
Sergio Marchionne verstarb im Alter von 66 Jahren. (Archivbild, 2. Dezember 2017)
Marco Bertorello, AFP
Der italienischstämmige Kanadier übernahm 2004 den angeschlagenen Autobauer Fiat als CEO.
Der italienischstämmige Kanadier übernahm 2004 den angeschlagenen Autobauer Fiat als CEO.
Paco Serinelli, AFP
Als Chef des siebtgrössten Autobauers der Welt pflegte Marchionne auch Kontakte zur Politik, hier bei einem Treffen mit US-Präsident Trump im Jahr 2017.
Als Chef des siebtgrössten Autobauers der Welt pflegte Marchionne auch Kontakte zur Politik, hier bei einem Treffen mit US-Präsident Trump im Jahr 2017.
Saul Loeb, AFP
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Zur Art der Erkrankung gab das Unispital keine Details bekannt. Das Arztgeheimnis habe einen hohen Stellenwert für das USZ, hiess es in der Mitteilung. Die Orientierung über den Gesundheitszustand sei Sache der Patientinnen und Patienten oder deren Angehörigen.

Aus diesem Grund habe das USZ bis zum jetzigen Zeitpunkt keine Stellung zur Hospitalisierung und Behandlung von Sergio Marchionne genommen. Die jetzige Stellungnahme erfolgte gemäss den Angaben, um weitere Medienspekulationen zu vermeiden.

Marchionne: Fiats Retter ist tot. (Video: SDA)

SDA/sep

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