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Jobs neue iPods finden bei Börsianer kein Gehör

Steve Jobs gelang es gestern nicht, die Fachwelt zu überzeugen. Auch die Gerüchte über die Gesundheit des Apple-Chefs verstummen nicht - und ziehen den Aktienkurs nach unten.

Es sollten eigentlich Good News für Apple sein: An der iPod-Show «Let’s Rock» hinterliess der Apple-Boss einen sportlichen Eindruck – etwas hager präsentierte sich der 53-Jährige zwar vor dem Publikum, aber betont vital. Jobs nutzte die Gelegenheit, um Witze über seinen Gesundheitszustand zu machen. Auf einem grossen Bildschirm hinter ihm stand in grosse Lettern Mark Twains Aphorismus: «Die Berichte über meinen Tod sind reichlich übertrieben.» Dies nachdem die Nachrichtenagentur Bloomberg vor kurzem aus Versehen einen Nachruf auf den Apple-Chef publiziert hatte.

Ein Auftritt von Jobs im Juni hatte die Gerüchteküche im Juni zum Brodeln gebracht hatte: An einer öffentlichen Veranstaltung sah die Lichtgestalt des Silicon Valleys eingefallen und krank aus. Jobs Beteuerungen, der Krebs, den er vor fünf Jahren besiegt hatte, sei nicht wieder zurückgekehrt, mochte die Unkenrufe nicht zu zerstreuen. Die Spekulationen, Jobs werde bald seinen CEO-Posten abgeben müssen, wucherten munter weiter und reichten aus, die Apple-Aktie gehörig auf Talfahrt zu schicken.

Doch so sehr sich Jobs gestern bemühte, einen energetischen Eindruck zu hinterlassen, die Investoren konnte er nicht überzeugen: Nach der Präsentation des neuen iPod-Lineups gab die Aktie bis Handelsschluss um 4 Prozent nach. Das mag zum einen auch an den nur mageren Innovationen am iPod liegen. Zum anderen aber vermochte Jobs trotz all seinen Bemühungen die Zweifel an seinem Gesundheitszustand nicht restlos zu zerstreuen. «Jobs sieht immer noch ein wenig dünn aus», «die Hühner werden nicht aufhören zu gackern», kommentierte die «New York Times».

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