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Jetzt kommt der Päckli-Automat

Pakete können bei der Post bald rund um die Uhr abgegeben und abgeholt werden. Zwei Städte machen den Anfang. Zudem lanciert die Post weitere Paketservices, was vorab Onlinekäufer freuen dürfte.

Die Chefin machts gleich selber vor: Post-CEO Susanne Ruoff präsentiert den neuen Päckli-Automaten. (10. Juni 2013)
Die Chefin machts gleich selber vor: Post-CEO Susanne Ruoff präsentiert den neuen Päckli-Automaten. (10. Juni 2013)
Keystone

Immer mehr Produkte werden im Internet eingekauft. Diese Entwicklung betrifft auch die Post: Die Kunden erwarten mehr Tempo und Flexibilität. Die Post reagiert und nimmt im Herbst die ersten Paketautomaten in Betrieb.

Bei diesen können Pakete rund um die Uhr abgeholt und aufgegeben werden. Die ersten Automaten werden in den Regionen Bern und Zürich stehen. Dies kündigten Konzernchefin Susanne Ruoff und der Leiter von Postlogistics, Dieter Bambauer, am Montag in Bern an.

Bis Ende 2014 sollen dann in der ganzen Schweiz 40 solcher Automaten stehen. Es ist dies eine von mehreren Investitionen, mit denen die Post auf den wachsenden Onlinehandel reagiert.

Bis vor wenigen Jahren habe es exotisch angemutet, über das Internet ein Produkt im benachbarten Ausland zu bestellen, sagte Bambauer. Heute gehöre dies zum Alltag vieler Menschen. «In fünf Jahren wird dasselbe gelten für Onlineeinkäufe in den USA oder in Asien.»

Mehr Wettbewerb

Bambauer illustrierte das neue Einkaufsverhalten mit Zahlen: der Onlinehandel sei in den letzten Jahren rund viermal so stark gewachsen wie der klassische Detailhandel. Auch aufgrund dieser Entwicklung habe die Post im letzten Jahr eine Rekordmenge von Paketen verarbeitet.

Auf der anderen Seite stelle die Entwicklung das Unternehmen aber auch vor neue Herausforderungen: «Wo der Markt wächst, wächst auch der Wettbewerb», sagte Bambauer. Nach Angaben von Postchefin Ruoff investiert die Post deshalb in einem ersten Schritt einen «hohen zweistelligen Millionenbetrag».

Mit den Paketautomaten hat die Post die Privatkunden im Auge. Die Investitionen zielen aber auch auf die Geschäftskunden. So will die Post den Versandhändlern die gesamte Logistik abnehmen. Dazu gehören die Lagerung wie auch das Packen der Pakete.

Für die Dienstleistung, die unter dem Namen Yellowcube läuft, baut die Post bis 2014 eine neue Anlage in Oftringen AG. Die Paketzentren in Härkingen und Frauenfeld werden für je 20 Millionen Franken ausgebaut.

Mehr Flexibilität

Ruoff sprach am Montag oft von mehr Flexibilität als Antwort auf das sich verändernde Kundenverhalten. Zu dieser Flexibilität gehört, dass Postkunden ab Oktober 2013 wählen können, wann und wo sie ihre im Internet bestellten Sendungen erhalten wollen. Personen, die oft unterwegs sind, können etwa den Nachbarn als Empfänger definieren.

Zusammen mit Versandhändlern hat die Post bereits die Möglichkeit entwickelt, Pakete am Abend zwischen 17 und 20 Uhr und am Samstag zu liefern. Noch in diesem Monat will die Post zudem einen Service einrichten, mit dem die Kunden ihre Internet-bestellungen einfacher retournieren können.

Kosten für Produkte noch unklar

Wie viel die einzelnen Angebote den Kunden kosten, darüber will die Post zu einem späteren Zeitpunkt informieren.

Die Anstrengungen für ein flexibleres Angebot wirkten sich natürlich auch auf die Angestellten aus, sagte Ruoff. Die zusätzlichen Angebote seien mit den Sozialpartnern diskutiert worden.

SDA

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