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In der Raffinerie von Cressier wird bald wieder gearbeitet

Ende letzten Jahres war Petroplus in finanzielle Schwierigkeiten geraten und musste daraufhin die Raffinerie in Cressier verkaufen. Der neue Besitzer Varo Energy will den Betrieb schon im Juli wieder hochfahren.

Mehrere Bieter zeigten Interesse an der Anlage: Ein Lastwagen fährt auf das Gelände der Raffinerie von Cressier NE.
Mehrere Bieter zeigten Interesse an der Anlage: Ein Lastwagen fährt auf das Gelände der Raffinerie von Cressier NE.
Keystone

Die neue Besitzerin der ehemaligen Petroplus-Raffinerie in Cressier, die Varo Energy Holding, will bereits Mitte Juli den Raffineriebetrieb und die Marketingaktivitäten wieder aufnehmen. Ausserdem habe das Unternehmen alle erforderlichen Genehmigungen für den Kauf erhalten. Dazu gehören verschiedene Vermögenswerte der Petroplus-Raffinerie sowie die Marketing- und Logistik-Aktivitäten, wie die Muttergesellschaft Vitol mitteilte.

Petroplus war Ende Dezember in arge Schwierigkeiten geraten. Das Unternehmen mit Sitz in Zug konnte Schuldverschreibungen und Anleihen nicht mehr bedienen. Die Banken froren daraufhin noch nicht bezogene Kredite in der Höhe von 1 Milliarden Dollar ein. Petroplus sah sich gezwungen, die Raffinerie in Cressier zu verkaufen.

Verkaufspreis nicht bekannt

Der Verkaufsprozess war Mitte Februar eingeleitet worden. Nachdem sich mehrere Interessenten für die Raffinerie gemeldet hatten, ging der Zuschlag Anfang Mai an Varo Energy. Der Verkaufspreis wurde nicht bekannt gegeben.

Beim neuen Besitzer Varo spannen der weltgrösste Ölhändler Vitol mit Sitz in Genf und der Mitgründer von Petroplus, Marcel Van Poecke, dem AtlasInvest gehört, zusammen. Vitol ist mit einem Umsatz von 297 Milliarden Dollar im Jahr 2011 das umsatzstärkste Unternehmen der Schweiz noch vor dem Zuger Rohstoffriesen Glencore (186,2 Milliarden Dollar).

SDA/kpn

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