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Hersteller tricksen bei Verpackungen

Durch versteckte Mogeleien machen Hersteller ihre Produkte teurer. Gute Gründe, im Supermarkt genauer hinzuschauen.

Für Konsumenten schwierig zu durchschauen: Durch minimale Veränderungen bei Wareninhalt und Preis machen Hersteller ihre Produkte teurer. Eine Frau kauft Waschmittel.
Für Konsumenten schwierig zu durchschauen: Durch minimale Veränderungen bei Wareninhalt und Preis machen Hersteller ihre Produkte teurer. Eine Frau kauft Waschmittel.
Martin Ruetschi, Keystone
Saftige Preiserhöhung: Packungsinhalt um 200 Gramm erhöht, aber auch am Preis geschraubt. Um ganze 29,2 Prozent ist dieser laut Verbraucherzentrale Hamburg gestiegen.
Saftige Preiserhöhung: Packungsinhalt um 200 Gramm erhöht, aber auch am Preis geschraubt. Um ganze 29,2 Prozent ist dieser laut Verbraucherzentrale Hamburg gestiegen.
Hersteller
Ganze 51,7 Prozent teurer wurden zwischen 2006 und 2010 diese Chips: Auch hier machte sich der Hersteller am Verpackungsinhalt zu schaffen. Dieser schrumpfte von 200 Gramm auf 170 und schliesslich 165 Gramm.
Ganze 51,7 Prozent teurer wurden zwischen 2006 und 2010 diese Chips: Auch hier machte sich der Hersteller am Verpackungsinhalt zu schaffen. Dieser schrumpfte von 200 Gramm auf 170 und schliesslich 165 Gramm.
Hersteller
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Auf einmal ist das Deofläschchen im Regal geschrumpft – angeblich eine Produktinnovation, nach wie vor soll aber natürlich gleich viel drin sein vom Sprühduft. Ein anderes Beispiel: Der Hersteller eines bekannten Waschmittels preist auf der Packung an, man erhalte jetzt mehr Ware zum selben Preis.

Dahinter steckt oft eine versteckte Preiserhöhung, wie das SRF-Konsumentenmagazin «Espresso» unter Berufung auf Daten der Hamburger Verbraucherzentrale berichtet. Hersteller führten die Konsumenten beim Einkauf durch Verpackungstricks – ganz legal – hinters Licht.

Markentreue wird ausgenutzt

So schraubten sie minimal am Inhalt ihrer Waren. Mal eine oder zwei Windeln weniger in der Tüte, um dann später den Inhalt werbeträchtig wieder zu erhöhen. Der Käufer schaut in der Regel nicht genau hin und bekommt von der indirekten Preiserhöhung so nur etwas mit, wenn er Langzeitbeobachtungen anstellt und den Taschenrechner zückt.

Häufig sind Markenprodukte betroffen. Grund: Ihnen ist der Käufer in der Regel besonders treu und schaut weniger genau auf den Preis. Verwirrung stiften auch die vielen unterschiedlichen Verpackungsgrössen im Regal. Sie erschweren den Überblick und verschleiern Preiserhöhungen.

Von «Espresso» auf ihre Geschäftspraktiken und Teuerungen angesprochen, berufen sich die Hersteller auf Innovationen, Kundenbedürfnisse und logistischen Mehraufwand. Für den Endpreis seien ausserdem die Händler verantwortlich, nicht sie als Produzenten. Einen Überblick über die versteckten Preiserhöhungen bietet auch eine Liste der Hamburger Verbraucherzentrale.

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