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Galenica setzt auf Medikamente gegen Eisenmangel

Obwohl Galenica weniger als einen Fünftel ihres Umsatzes mit der Medikamentenproduktion erzielt, hat diese Sparte 2010 drei Viertel zum Betriebsgewinn beigetragen.

David Ebsworth, designierter Galenica-CEO, konnte eine gute Rechnung präsentieren.
David Ebsworth, designierter Galenica-CEO, konnte eine gute Rechnung präsentieren.
Keystone

Unter dem Strich verdiente das Pharmaunternehmen 232,1 Millionen Franken - 10,8 Prozent mehr als 2009. Der hohe Gewinnbeitrag zeige die Wichtigkeit dieses Geschäftsbereichs für den Konzern, sagte Galenica-Finanzchef Fritz Hirsbrunner am Dienstag an der Bilanzmedienkonferenz in Bern. Über die Hälfte des Umsatzes der lukrativsten Sparte von 578,5 Millionen Fr. erzielte Galenica mit Produkten gegen Eisenmangel.

Am meisten konnte vom Medikament Venofer abgesetzt werden, grosser Hoffnungsträger ist aber das Produkt Ferinject. Mit Ferinject kann Patienten eine hohe Dosis Eisen in kurzer Zeit via Infusion zugeführt werden. Das entlastet laut Galenica die Patienten und reduziert die Behandlungskosten.

Die Lancierung des Produkts auf weiteren Märkten und aufwändige Forschungsarbeiten führten bei Galenica zu zusätzlichen Ausgaben von rund 48 Millionen Franken. Dieser Aufwand scheint sich zu lohnen, ist der Umsatz mit dem noch jungen Produkt im vergangenen Jahr doch um 67,7 Prozent auf 70,0 Millionen Fr. stark gestiegen.

Ende 2010 war Ferinject in 32 Ländern zugelassen und in 16 Ländern bereits auf dem Markt. In der Schweiz, in Deutschland, in den nordischen Ländern sowie in Griechenland entwickelt sich Ferinject bereits zum Kassenschlager. In den USA soll für das Eisenpräparat im nächsten Jahr erneut die Zulassung beantragt werden. Ein erster Versuch war 2008 noch gescheitert.

Wachstum in allen Geschäftsbereichen

Anders als mit der Herstellung von Medikamenten erzielte Galenica mit der Belieferung von Apotheken, Ärzten und Spitälern kein Wachstum. Mit einem 2,3 Prozent tieferen Umsatz von 2,0 Milliarden Fr. trug das Logistikgeschäft aber nach wie vor am meisten zum Konzernumsatz von 3,1 Milliarden Fr. bei.

Es litt genau so wie die Apothekensparte von Galenica unter den vom Bundesrat verordneten Preissenkungen, wie Hirsbrunner erläuterte. Dank der Übernahme der Waadtländer Ladenkette Sun Store konnte Galenica im Apothekengeschäft aber dennoch eine deutliche Umsatzsteigerung von über 30 Prozent erzielen.

Wechsel an der Galenica-Spitze

An der Bilanzmedienkonferenz stellte der Pharmakonzern auch den Nachfolger für Konzernchef Etienne Jornod vor. An der Spitze des operativen Geschäfts wird ab Ende 2011 David Ebsworth stehen, der seit 2009 Chef der Galenica-Tochter Vifor Pharma ist. Jornod bleibt Verwaltungsratspräsident.

In dieser Funktion wird er weiterhin für Firmenübernahmen verantwortlich sein. Solche zieht Galenica in Betracht, um weiter wachsen zu können. Nach grossen Akquisitionen in den Jahren 2008 und 2009 sei das vergangene Jahr für die Integration der Unternehmen genutzt worden, sagte Jornod. Nun seien weitere Zukäufe denkbar.

SDA/tan

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